Schulleiter hat gerne den Rohrstock benutzt

Ehemalige Schüler der  Volksschule treffen sich in Gaststätte Peter Sander

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Vor der Gaststätte stellten sich die Ehemaligen für ein Gruppenfoto auf (zur vollen Ansicht bitte vergrößern).

Wildeshausen - „Jeder muss aber noch mal kurz seinen Namen sagen.“ Das war ein Satz, der am Sonnabend während des Klassentreffens der ehemaligen Schüler der katholischen Wildeshauser Volksschule in der Gaststätte Peter Sander mehrfach zu hören war.

Im Jahr 1959 entlassen, war dies nach 2006 das zweite Treffen, an dem sich 16 Ehemalige beteiligten. Organisiert wurde die Veranstaltung von Georg Paschwitz, Paul Ratschke und Marianne Behrens, geborene Spille. „Es war gar nicht so einfach, alle zu erreichen. Mir hat meine Ehefrau Christa geholfen, die hat für so etwas wesentlich mehr Talent als ich“, so Ratschke.

Zwar wohnten noch sehr viele in der Kreisstadt, aber der Kontakt untereinander sei nicht besonders groß. „Hinzu kommt, dass einige von uns leider viel zu früh verstorben sind“, betonte Ratschke.

„Eingeschult wurden wir 1951 in einer Baracke auf der Burgwiese. Die stand dort, wo sich heute der Spielplatz befindet. Die Volksschule wechselte dann dorthin, wo nun die St.-Peter-Schule steht“, erinnerte sich Paschwitz. Auch an die erste Lehrerin Fräulein Windeler: „Die war wirklich eine Seele von Mensch, eine ganz Nette.“

„Das kann ich von Schulleiter August Schumacher allerdings nicht sagen“, fügte Ratschke an. „Der war sehr streng und hat gerne vom Rohrstock Gebrauch gemacht. Das hat manchen zwar nicht geschadet, aber er hat leider auch ohne Grund geschlagen. Zum Beispiel, wenn ein Schüler eine Aufgabe mal nicht richtig verstanden hat.“

Das konnte Reinhard Stolle nur bestätigen: „Der war wirklich etwas eigenartig. Weil einige von uns im Musikunterricht nicht richtig singen konnten, mussten wir Schumachers Garten umgraben. Er stand dann am Fenster und hat die Sache begutachtet.“ Am Jahresende sei diese Arbeit auch noch benotet worden, obwohl sie nicht auf dem Lehrplan gestanden hätte. „Weil ich ganz in der Nähe gewohnt habe, musste ich für diese Tätigkeiten dann auch noch einen Spaten von zu Hause holen“, ergänzte Theo Stukenborg. Alles in allem war sich die Gruppe aber darüber einig, dass die Schulzeit schon sehr schön gewesen sei.

Nach einer Kaffeetafel stand ein kleiner Stadtbummel auf dem Programm. Mit einem gemeinsamen Abendessen in der Gaststätte Peter Sander klang das Klassentreffen schließlich aus.

jd

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