Rektor rechnet nicht mit sinkenden Schülerzahlen

Dutzende Eltern und Kinder informieren sich bei Realschule

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Im Chemieraum zeigte ein Lehrer den Schülern, wie man mit einem Bunsenbrenner umgeht.

Wildeshausen - Dutzende von Eltern erkundeten mit ihren Kindern am Mittwochnachmittag die Realschule Wildeshausen. Neuntklässler führten die Besucher am Tag der offenen Tür durch die Klassen- und Facharbeitsräume, in denen Lehrer erklärten, was es an der Schule alles so gibt.

Während Vorträge über das Konzept eher für die Eltern interessant waren, wurden die Mädchen und Jungen auch praktisch tätig oder schauten sich Vorführungen im Werk- und Chemieraum an.

Die Eltern wurden beispielsweise über die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften von Judo über Bowling bis hin zu Gewässerschutz und Robotern informiert. Auch die Module, die Schüler anwählen können, um ihre individuellen Schwächen anzugehen, fanden Erwähnung. Die Fragen der Eltern gingen zum Beispiel in Richtung einer handyfreien Pause. Da ihre „Führer“, die Neuntklässler, den Unterricht jeden Tag erleben, konnten sie vor allem die praktischen Abläufe der Schule erläutern.

Beim Werken leuchteten so manche Kinderaugen, als Lehrer Kai Wiedeck zeigte, was die Schüler alles anfertigen können. Sind es in den ersten Jahren noch ein Kreisel und eine Hand aus Holz, folgen anspruchsvollere Projekte in der Metall- und Kunststoffbearbeitung bis hin zu Solarstativen in Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen.

In den normalen Klassenräumen lagen unter anderem Arbeitshefte und -bücher, sodass Eltern und Kinder einen Eindruck vom täglichen Unterricht erhalten konnten. Viele hatten sich auch schon andere Schulen angeschaut und konnten so gut vergleichen.

Sechs Züge in diesem Jahr wieder möglich

Anders als im Gymnasium Wildeshausen rechnet der Leiter der Realschule, Jan Pössel, nicht mit deutlich niedrigeren Zahlen bei den Fünftklässlern. Vergangenes Jahr wurde an der Realschule erstmalig sechszügig eingeschult. Das könnte auch in diesem Jahr wieder der Fall sein, wenn genügend Schüler angemeldet werden. „In diesem Fall bräuchten wir einen dritten Mobilklassenraum“, so Pössel. Was die Facharbeitsräume betrifft, ist die Schule gut versorgt. Es gibt alle Räume doppelt.

Sollte die Beliebtheit der Realschule auch in Zukunft bestehen bleiben, muss schon bald ausgebaut werden. Pössel hat der Politik die Dringlichkeit deutlich gemacht. Mittelfristig würde die Schule sechs neue Klassenräume benötigen. Die Realschule ist mittlerweile die einzige ihrer Art im Landkreis. Die meisten Schulen wurden zu Oberschulen umgewandelt. Aus diesem Grund ist die Wildeshauser Einrichtung auch aus dem gesamten Kreis anwählbar.

bor/dr

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