Landkreis Oldenburg zeichnet junge Künstler aus

Durchweg gekonnt, oftmals düster

Eine Reihe Jugendliche mit Urkunden, davor knien eine Frau und ein Mann.
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Julia Himmelreich und Carsten Harings (vorne) mit den Preisträgern und weiteren Teilnehmern im Kreishaus.

Wildeshausen/Landkreis – Seit 20 Jahren vergibt der Landkreis Oldenburg einen Kunst- und Kulturpreis. Im zweijährigen Turnus würdigt eine Jury Werke von Kunstschaffenden. Zu dem kleinen „Jubiläum“, der zehnten Verleihung, sollte – auf Anregung der Kulturbeauftragten des Landkreises Julia Himmelreich – diesmal der künstlerische Nachwuchs im Mittelpunkt stehen.

Während der Preisverleihung am Donnerstagabend im Kreishaus in Wildeshausen war spürbar: Obwohl die sechs Preisträger Schüler sind und damit deutlich jünger als üblich, war die Wertschätzung und nicht zuletzt Ernsthaftigkeit, die ihnen und ihren Werken entgegengebracht wurde, keineswegs geringer. Der Wettbewerb war in zwei Sparten unterteilt. Teilnehmer konnten Arbeiten in den Kategorien analoge sowie mediale (sprich: digitale) Kunstwerke einreichen. Das Motto lautete „Mein 2030 – ich sehe was, was Du nicht siehst!“. Eine neunköpfige Jury aus Mitgliedern des Kreistags und der Verwaltung sowie zwei Kunstwissenschaftlerinnen (Eefke Kleimann aus Littel und Sandra Kavazis aus Bremen) hatte die 15 Beiträge (Zeichnungen, Comics, Videoclips und mehr) von Teilnehmern im Alter zwischen 14 und 19 Jahren bewertet.

„Wir danken euch für die mutigen Blicke in die Zukunft, die gar nicht so weit entfernt ist“, sagte Landrat Carsten Harings, der die knapp zweistündige Veranstaltung moderierte und später auch die Gewinner auszeichnete. „Die Zukunft gehört allen, insbesondere den Jugendlichen, und sie wartet darauf, von euch gestaltet zu werden.“ Alle Werke seien von hoher Qualität, unterstrich er. Manche der düsteren Zukunftsvisionen ließen einem schon einen kalten Schauer den Rücken herunterlaufen. „Alle, die teilgenommen haben, sind Preisträger“, so Harings. Alle hätten die Kunst im Landkreis bereichert.

„Nah an euch herangelassen“

Kleimann thematisierte in ihrer Laudatio die Position der jungen Menschen, ihre Zukunftsängste, aber auch ihre Hoffnungen. „Ihr habt uns ganz nah an euch herangelassen“, sagte sie. Die Werke ermöglichten, „durch die Kunst etwas ganz anderes zu erfahren“ und dadurch neue Gefühle zu ermöglichen. Alle Arbeiten könnten als Schlüssel zur Selbstreflexion dienen und zum Austausch mit anderen anregen, sodass 2030 doch noch hell, bunt und vielfältig werden könne. „Danke, dass ihr uns dazu anregt.“

Die Preisträgerinnen in der Sparte „analoge Kunst“:   1. Anna Hodes (Wildeshausen) „Der rote Blick“, 2. Ella Klöckner „Strandpromenade“ (Hude), 3. Lisa Beckermann (Hude) „Die Zukunft steht in den Sternen“.

Die Preisträger in der Sparte „mediale Kunst“: 1. Jonas Beckermann (Hude) „Zukunftstraum 2030“, 2. Ronja Jordan (Ahlhorn) „Zukunftsvisionen – Zwei Blick in die Zukunft“, 3. Lina Al-Masry (Oldenburg) „Hopes an Dreams“.

Alle weiteren Platzierten erhielten Buchgutscheine. Die eingereichten Werke sind in den kommenden drei Wochen im Foyer des Kreishauses in Wildeshausen ausgestellt.

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