Songs animieren zum Mittanzen

Chor „Dunyuixola“ aus Togo lässt Kirchbänke beben

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Der afrikanische Chor „Dunyuixola“ sorgte am Freitagabend für ausgelassene Stimmung in der Alexanderkirche.

Wildeshausen - Der Chor „Dunyuixola“ aus Togo gastierte am Freitag in der Alexanderkirche Wildeshausen. Gemeindepfarrerin Beatrix Konukiewitz begrüßte die elf Sänger unter der Leitung von Jean-Paul Nénonéné aus der westafrikanischen Republik. Die Veranstaltung war Teil einer Tournee durch Norddeutschland mit Konzerten in Bremen und im Oldenburger Land.

Ausrichter ist die Norddeutsche Mission, der neben der westafrikanischen Kirchen in Ghana und Togo die Bremische evangelische Kirche, die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg, die evangelisch-reformierte Kirche sowie die Lippische Landeskirche angehören. 

Laut Veranstalter sollte es „keine Chortournee der herkömmlichen Art sein – vielmehr ein Miteinander, bei dem auch alle Besucher mittanzen und mitsingen sollen. Denn diese Konzerte sollte man nicht im Sitzen erleben“. Gegen Ende des Auftrittes wurde aus diesem Wunsch Wirklichkeit. Der Chor bat das Publikum zum Tanzen und Mitsingen an die Bühne. Die Zuhörer folgten bereitwillig der Einladung.

Das Konzert begann sehr melodisch. „Dunyuixola“ bedeutet „Überbringer der guten Nachricht“. Die gute Nachricht war in wohltönende Klänge gekleidet. Einige Lieder waren von Chorleiter Nénonéné selbst komponiert. Sie erinnerten in Satz und Klangbild an Chorwerke deutscher Liedkomponisten der Romantik, etwa von Mendelssohn Bartholdy oder Schumann. 

Der Chor hat eine Brücke nach Wildeshausen gebaut

In dem stimmgewaltigen Ensemble stachen besonders der glockenhelle Sopran und der mächtige Bass hervor. Die Texte hatten religiösen Inhalt, weshalb Pastorin Konukiewitz an einer Stelle ihrer Übersetzung der Ansagen des Chorleiters aus dem Französischen versehentlich – aber durchaus berechtigt – von Gottesdienst statt Konzert sprach.

Im weiteren Verlauf des Programms wurde es rhythmischer und die ersten Besucher folgten den Liedern auf den Kirchenbänken hin- und herbewegend. Für den zweiten Teil hatte Nénonéné eine Art Ballett angekündigt. Das gipfelte im gemeinsamen Tanzen mit den Zuschauern. 

Zum Abschluss sangen Chor und Publikum gemeinsam „Guten Abend, gute Nacht“. Für Musiker und Konzertgäste war das ein bewegender Moment. Der afrikanische Chor will mit seiner Tournee Brücken bauen. In Wildeshausen hat er das auf jeden Fall geschafft.   

hri

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