An der Düngstruper Straße könnten Gebäude für Flüchtlinge erstellt werden

Stadt stellt Fläche für günstige Häuser bereit

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Dieses Grundstück ist im Besitz der Stadt und könnte für die vor-übergehende Flüchtlingsunterbringung genutzt werden.

Wildeshausen - 150 weitere Flüchtlinge dürften aufgrund einer neuen Berechnung bis Ende des ersten Quartals 2016 nach Wildeshausen kommen. Das hat das Land Niedersachsen dem Landkreis mitgeteilt, obwohl die Quote bis Ende Januar noch nicht mal erfüllt ist.

Die Lage wird somit immer schwieriger, und deshalb stellt der Rat der Kreisstadt am kommenden Donnerstag die Weichen, zwei Flurstücke an der Düngstruper Straße für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Fünf weitere Potenzialflächen werden erst einmal zurückgestellt, so die Empfehlung des Stadtentwicklungs- und des Bauausschusses von Dienstagabend.

Bei den Menschen, die über die Quote nach Wildeshausen kommen, handelt es sich um Personen, die dauerhaft in der Stadt unterzubringen sind. Bei ihnen soll schnellstmöglich eine Integration erfolgen.

Die Verwaltung hatte für die Ausschüsse sechs Flächen im Stadtgebiet ermittelt, die grundsätzlich für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wären. Sie liegen am Lehmkuhlenweg, an der Bleicherstraße, der Düngstruper Straße, der Buchbinderstraße sowie an der Glaner Straße. Dort wäre es grundsätzlich möglich, Unterkünfte zu bauen, die einige Jahre stehen bleiben könnten und von der Stadt im Rahmen von Erbbaurechtsverträgen erlassen werden.

Nach Einschätzung der Politiker sind jedoch nicht alle vorgeschlagenen Flächen gleich gut geeignet. UWG-Ratsherr Thomas Johannes sprach sich gegen den Standort an der Glaner Straße wegen der nahegelegenen Schule aus. Die Fläche an der Bleicher Straße sei zudem nicht geeignet, weil dort Flüchtlingsunterkünfte „kein Aushängeschild“ für die Stadt wären.

„Wir können nicht alle Flächen wieder herausnehmen“, mahnten jedoch Stephan Dieckmann und Thomas Harms (beide SPD). Angesichts der hohen Flüchtlingszuweisungen werde man weitere Areale brauchen.

„Natürlich werden wir hier nicht das letzte Mal in dieser Sache beraten“, stimmte Stephan Rollié (CDU) zu. Aber es sei ein erster Schritt, etwa 5000 Quadratmeter an der Düngstruper Straße bereitzustellen.

Wirtschaftsförderer Claus Marx machte zudem deutlich, dass es auch private Anbieter gebe, die Flächen für Flüchtlingsunterbringung offerieren. Nach Auskunft von Fachbereichsleiterin Rita Manietta sei es ohnehin sehr schwierig, abzuschätzen, wie hoch die Quoten in Zukunft seien. Mit dem 5000 Quadratmeter großen Areal an der Düngstruper Straße steht zumindest bald die erste städtische Fläche zur Verfügung. Wer dort einfache Häuser erstellen wird, ist noch nicht geklärt.

dr

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