Inzidenzwert liegt am Montag bei 158,1

Kommen jetzt Ausgangssperren im Landkreis Oldenburg?

Die Lage wird brisanter: Im Landkreis Oldenburg liegt der Inzidenzwert aktuell bei 158,1.
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Die Lage wird brisanter: Im Landkreis Oldenburg liegt der Inzidenzwert aktuell bei 158,1.

Landkreis – Die neuen Zahlen des Landesgesundheitsamtes für den Landkreis Oldenburg sind alarmierend: Die kumulative Sieben-Tages-Inzidenz – berechnet auf 100 000 Einwohner – liegt Stand Montag um 9 Uhr bei 158,1 und ist damit deutlich angestiegen. Am Freitag lag sie noch bei 126,8. Im benachbarten Landkreis Diepholz liegt der Wert noch bei 86,6, während er in Delmenhorst bei 131,5, im Landkreis Vechta bei 139,3 und im Landkreis Cloppenburg bei 198,6 liegt.

Update 17 Uhr: Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen im Landkreis Oldenburg beträgt aktuell 3 924 bestätigte Fälle (inklusive genesener und verstorbener Personen) einer Covid-19-Erkrankung. Es wurden 66 Menschen neu positiv getestet. Derzeit gibt es 284 registrierte, mit dem Coronavirus infizierte Bürger. In Quarantäne befinden sich im Kreisgebiet 636 Personen. Als lokalisiertes Infektionsgeschehen gilt aktuell weiter die Fleisch- und Schlachtbranche (78 Fälle), in der es tägliche Testungen gibt. Die übrigen 206 Fälle sind diffus in der Bevölkerung verteilt.

Die Zahl der Infizierten stieg über das Wochenende in Wildeshausen am stärksten. Hier sind derzeit 91 Menschen positiv getestet, es kamen 21 neue Fälle dazu. In Großenkneten sind 56 positiv getestet, 17 Personen wurden neu registriert, in Wardenburg gibt es 53 Infizierte, von denen 15 neu registriert wurden, in Ganderkesee sind es 44 (plus acht), in Hatten 18 (unverändert), in Hude zwölf (plus drei) in Harpstedt sechs (plus eins) und in Dötlingen vier (plus eins). 

Während Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Inzidenz zwischen 100 und 150 laut der neuen Verordnung des Landes Niedersachsen für einen Teil ihres Gebietes oder für das gesamte Gebiet Ausgangssperren anordnen können, sollen ab einer Inzidenz von 150 derartige Ausgangssperren verhängt werden, sofern das Infektionsgeschehen in dem betreffenden Gebiet nicht oder nicht mehr hinreichend einem bestimmten räumlich abgrenzbaren Bereich zugeordnet werden kann und deshalb die Gefahr einer nicht mehr kontrollierbaren Verbreitung des Corona-Virus besteht. Ein Schwerpunkt der Infektionen liegt bislang in der Fleisch- und Schlachtbranche. Am Freitag gab es dort 76 registrierte Fälle, während 198 Fälle diffus verteilt waren. Ob also der Landkreis Oldenburg reagieren wird, dürfte entschieden werden müssen.

Treffen nur noch mit einer haushaltsfremden Person

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von über 100 dürfen sich Personen eines Haushalts höchstens mit einer weiteren Person sowie jeweils mit zugehörigen Kindern bis einschließlich sechs Jahren treffen. Entsprechendes gilt für sportliche Betätigungen, Museen, Galerien und Gedenkstätten bleiben geschlossen. Essen in Speiseräumen von Hotels ist untersagt.

Neben den Läden zur Deckung des täglichen Bedarfs bleiben auch in Hochinzidenzkommunen Buchhandlungen geöffnet, ansonsten sind ‚Click and Collect‘, sowie Bemusterungs- und Anprobetermine möglich. Friseure, Kosmetiksalons und andere können körpernahe Dienstleistungen erbringen. Sofern bei der Dienstleistung ein durchgehendes Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich ist, muss zuvor ein Test gemacht werden. Zoos, Tierparks und botanische Gärten können mit einigen Maßgaben geöffnet bleiben. Das gilt auch für Büchereien.

Maske auch im Privatauto?

In einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit einer Sieben-Tages-Inzidenz über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen hat die zuständige Behörde weitergehende Anordnungen zu treffen. Das Tragen einer medizinischen Maske auch für haushaltsfremde Mitfahrerinnen und Mitfahrer in einem privaten Kraftfahrzeug kann angeordnet werden.

Überall dort, wo die Einhaltung des Abstandsgebots und das Befolgen der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist, kann der Zutritt zu bestimmten Orten oder das Wahrnehmen bestimmter Angebote oder eine Teilnahme von einem negativen Schnelltest abhängig gemacht werden.

Außerdem können die regelhaft in einer bestimmten Inzidenzregion vorgesehenen Kontaktbeschränkungen weiter verschärft werden.

Unabhängig von der jeweiligen Inzidenz vor Ort sind in der Zeit vom 2. bis zum Ablauf des 5. April auch tagsüber Ansammlungen von Personen in der Öffentlichkeit unzulässig, auch wenn die Personen das Abstandsgebot einhalten. Nicht unter das Ansammlungsverbot fallen Gottesdienste oder Warteschlangen vor Geschäften. Während vielerorts die Corona-Notbremse gezogen wird, macht Oldenburg mit einem Corona-Konzept Hoffnung, wie nordbuzz.de berichtet.

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