Eröffnung im Herbst

DRK-Kleiderkammer plant bald zwei Öffnungstage

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Am Montagvormittag wurde der Kran aufgebaut.

Wildeshausen - Es geht aufwärts beim Bau der Lagerhalle am Bahnhof in Wildeshausen. Nach einigen Problemen mit der Standfestigkeit, konnte am Montag der große Kran aufgestellt werden, der die Fertigteile der neuen Stahlhalle an die richtigen Stellen hieven soll.

Bald ist es drei Jahre her, dass die Holzlagerhalle an den Bahngleisen in Flammen aufging, nachdem Jugendliche dort gezündelt hatten. In zahlreichen Sitzungen des Stadtrates ging es danach darum, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen. Da die alte Halle zu nahe an den Gleisen stand, musste das neue Gebäude etwas auf dem Areal verschoben werden – was aber mit den alten Plänen nicht in Einklang zu bringen war.

Das neue Bauwerk selbst hat mit 90 mal 15 Metern Grundfläche die gleiche Ausdehnung wie das alte und soll unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Wildeshausen genutzt werden. Auf rund 700 Quadratmetern richtet das DRK dort seine neue Kleiderkammer ein. Es ist zudem Platz für Ausrüstung und Fahrzeuge vorhanden, sodass die Retter aus der alten Halle an der Glaner Straße ausziehen können.

Weil die alte Halle zu nahe an den Bahngleisen lag, musste der Bebauungsplan für das neue Gebäude geändert werden. 

„Wir freuen uns darauf“, so der DRK-Vorsitzende Thomas Harms, der viele Jahre vergeblich nach einer Lösung gesucht hatte, um die verschiedenen Bereiche der Hilfsorganisation unter ein Dach zu bringen. „Entweder waren die Gebäude nicht geeignet oder die Mietpreise zu hoch“, berichtete Harms, der dann mit Frank Stöver, dem Besitzer des Bahnhofes, handelseinig wurde. Wenn das Rote Kreuz ab Frühherbst im neuen Domizil ist, soll die Kleiderkammer nach Möglichkeit zweimal die Woche öffnen. „Das dürfte die Lage deutlich entspannen“, sagte Harms, der hofft, dass auch Kunden wiederkommen, denen die beengte Situation mit vielen Nationalitäten in den vergangenen Monaten unangenehm war.

Bislang sind auf dem Areal der neuen Halle die Fundamente eingebracht und die ersten Säulen gegossen. Derzeit werden die Zwischenwände gemauert. „Danach wird die vorgefertigte Stahlhalle angeliefert“, berichtete Stöver. Im vorderen Teil bekomme die Halle ein Flachdach, im hinteren Teil ein Sandwich-Dach mit Neigung. Dort soll auch wieder eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

Die Arbeiten sind mit dem Bau der Halle noch nicht abgeschlossen. Zu den Vorgaben der Stadt gehört es, dass ein Haus zwischen Bahnhof und Halle saniert oder neu gebaut wird. Das dürfte das vorerst letzte Projekt sein, das seit 2010 – dem Erwerb des Grundstücks durch Stöver – realisiert wird. 

 dr

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