Dritter Grillabend der „Ausbildungsbrücke“

„Jugend braucht kleinen Anstoß“

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Klönschnack, Austausch und Leckeres vom Grill gab es am Mittwochabend.

Holzhausen - Den Regenschirm hatte der Schirmherr der „Ausbildungsbrücke“ Wildeshausen, Bürgermeister Jens Kuraschinski, am Mittwochabend zu Hause gelassen, als er per Fahrrad zum Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen kam, wo ein zünftiger Grillabend auf dem Programm stand. Er sagte nämlich schönes Wetter voraus.

Viele der insgesamt 18 Paten sowie einige ihrer Schützlinge konnte der Koordinator der „Ausbildungsbrücke“, Gerd Jacoby, begrüßen: „Ich freue mich, mitteilen zu können, dass unser Schirmherr jetzt jedes Mal dabei ist. Seine liebe Frau, die ich auch kenne, hat ihm frei gegeben.“

Kuraschinski machte deutlich, dass ein solches Treffen in lockerer Runde für die Ausbildungspaten sehr wichtig sei, um sich austauschen zu können: „Die Gespräche helfen sicher für die weitere Arbeit. Ich bin froh, dass es diese Einrichtung für die jungen Menschen gibt. Die Arbeit der Paten kann gar nicht genug gewürdigt werden.“

Unter den Paten war auch Hermann Petermann, Geschäftsführer der Firma Thermotec in der Kreisstadt, mit seinem 16-jährigen Schützling Corbin Grotelüschen. „Diese Patenschaft hat mir sehr viel gebracht“, betonte der Jugendliche, der seit einem Jahr bei der Firma G&K Montagegesellschaft in Großenkneten seine Ausbildung zum Metallbauer, Fachbereich Konstruktionsmechaniker, absolviert. „Herr Petermann hat mir schon geholfen, meinen Hauptschulabschluss zu schaffen, er hat mich etwas angeschoben und für Nachhilfe gesorgt.“

Das konnte Petermann nur bestätigen: „Wir Paten übernehmen die jungen Leute in der achten Klasse, um ihnen unter die Arme zu greifen und mit ihnen auszuloten, wo der Weg hingehen soll.“ Corbin habe ursprünglich den Beruf des Zweiradmechanikers im Auge gehabt: „Diese Plätze sind aber dünn gesät, sodass es nicht geklappt hat. Also hat sich Corbin umentschieden.“

Fakt sei, dass nicht die Paten, sondern die Jugendlichen die Arbeit machen: „Wir sind dazu da, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Bewerbungen schreiben und Stellenangebote suchen müssen sie selbst. Oft brauchen sie nur einen kleinen Anstoß, um auf den rechten Weg zu kommen.“

jd

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