11.205 Euro für den guten Zweck

95 Sternsinger bringen Gottes Segen in 500 Häuser

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Hochmotiviert machten sich die Sternsinger nach dem Aussendungsgottesdienst auf den Weg.

Wildeshausen - Das Ergebnis des Dreikönigssingens unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit– in Indien und weltweit!“ kann sich sehen lassen: 11.205 Euro kamen bei der Sammlung der katholischen Kirchengemeinde St.-Peter zusammen. Insgesamt 95 bunt gekleidete Könige, Sternträger und Engel waren in Wildeshausen unterwegs, um den Segen Gottes in die Häuser zu tragen.

Den Auftakt des Dreikönigssingens bildete am Sonnabendvormittag der Aussendungsgottesdienst in der St.- Peter-Kirche. Mit den besten Wünschen schickte Pastoralreferent Mathias Goldberg die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Begleiter, aufgeteilt in 21 Gruppen, auf die Reise. Im Laufe der Aktion schrieben oder klebten sie mehr als 500 Mal „20*C+M+B+18“ (Christus Mansionem Benedicat) an die Häuser und sangen „Im Namen des Vaters sind wir hier“. Entsprechend oft wurden auch die Sprüche der Könige Casper, Melchior und Balthasar aufgesagt.

„Wir sind zunächst im Krankenhaus Johanneum, gehen dort in die Küche und von Station zu Station, um den Segen zu bringen. Wenn gewünscht, schauen die Kinder auch direkt in die Krankenzimmer, um den Patienten eine Freude zu machen“, erklärte Eva-Maria Rollié-Schütte, die einmal mehr als Begleiterin dabei war. „Im Anschluss haben wir noch weitere 15 Adressen, die wir besuchen. Am Freitag waren wir schon beim Bürgermeister, in den Geschäften und im Pflegezentrum.“

Nico Heymann und Björn von der Ecken seit zehn Jahren dabei

Dass Engagement Spaß macht und Sternsinger keine Altersbegrenzung haben, bestätigen Nico Heymann und Björn von der Ecken. Die beiden 14-Jährigen sind schon seit einem Jahrzehnt dabei: „Wir finden es toll, mit unseren Freunden durch Wildeshausen zu ziehen, haben immer Spaß und sammeln gleichzeitig noch Geld für Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns“, berichteten sie. „Wir machen auf jeden Fall noch die nächsten Jahre weiter.“

Margret und Jens Pfänder heißen die Sternsinger schon seit 1998 in ihrem Haus willkommen. „Es kam schon oft vor, dass der eine oder andere König oder Engel mit wehendem Kleid bei uns durch den Garten flitzte und mit den Hunden tobte. Mittlerweile ist es einfach zur liebevollen Tradition geworden, dass die Sternsinger bei uns eine kleine Pause einlegen“, erzählte Margret Pfänder und verwöhnte die Kinder mit frischen Waffeln sowie Kuchen.

Für den reibungslosen Ablauf der Aktion sorgte wieder Annegret Arkenberg zusammen mit Carola und Peter Müller, Agnes Wulf, Michaela Blöhmer und Maria Mehrpohl. Von der Adresseneinteilung, dem Ankleiden der Mitwirkenden übers Proben bis hin zum Verteilen von Hühnersuppe und Brötchen – das Team war hinter den Kulissen immer im Einsatz. Den Abschluss bildete am späten Nachmittag der Dankgottesdienst in der Kirche, bei dem sich Pastor Hermann Bergmann bei allen Beteiligten bedankte. Zudem gab es noch Ehrungen für langjährige Helfer. Neben Heymann und von der Ecken sind Johanna Gaumert, Tobias Finkenzeller und Felix Arkenberg seit zehn Jahren als Sternsinger unterwegs. Ebenso lange sind Klaus von der Ecken, Holger Heymann und Andrea Klatt Begleiter. Elisabeth Rollié übernimmt diese Aufgabe sogar seit 21 Jahren. Daneben gab es eine Urkunde für Agnes Wulf, die seit 20 Jahren dem Organisationsteam angehört.

cr

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