Jazzfreunde feiern ihr 25-jähriges Bestehen

Drei Konzerte zum Jubiläum - vom 20. bis 22. September

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Axel Zwingenberger spielt Klavier.

Wildeshausen – Zugegeben, der Start war holprig: Das erste Jazzkonzert, das der Wildeshauser Jörg Skrzippek 1993 noch privat im Forum des Gymnasiums organisierte, lief nicht so toll. „Doch ich wurde immer wieder von jazz-affinen Freunden angesprochen, weiter zu machen und vielleicht einen Verein zu gründen, um das Risiko und die Arbeit auf mehrere Schultern zu verlagern“, erinnert sich Skrzippek, der am 16. September 1994, also vor 25 Jahren, mit neun Mitstreitern den Verein „Jazzfreunde Wildeshausen“ ins Leben rief. Und das soll jetzt groß gefeiert werden: An drei aufeinanderfolgenden Tagen finden hochklassige Konzerte statt.

Los geht es am Freitag, 20. September, um 20 Uhr. Dann tritt die schwedische „Second Line Jazzband“ in der Kreismusikschule auf. Die Zuhörer erwartet „traditioneller Jazz vom Allerfeinsten im New Orleans Revival-Stil“, heißt es in der Ankündigung. Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro.

Für Samstag, 21. September, ab 20 Uhr stellt Skrzippek das Aufeinandertreffen zweier „Giganten am Piano“ in der Kreismusikschule in Aussicht. „Niemand geringerer als Axel Zwingenberger und das famose ,Frank Muschalle Trio‘ werden sich an zwei Flügeln eine ,BoogieWoogie-Battle par excellence‘ liefern.“ Es gibt nur noch wenige Karten, die für 25 Euro zu haben sind.

Das „Frank Muschalle Trio“ tritt auf.

Und am Sonntag, 22. September, ab 11.30 Uhr ist als krönender Abschluss ein Frühschoppen am „Alten Amtshaus“ geplant. Wirt Frank Stauga und die Jazzfreunde begrüßen die „Swinging Feetwarmers“ aus Kiel. Der Eintritt ist kostenlos. Zu hören ist traditioneller Jazz von Louis Armstrong, Sidney Bechet, Duke Ellington und Count Basie.

Mehr als 230 Konzerte seit 1994

Drei Konzerte, denen Skrzippek schon entgegenfiebert. Dabei war er nicht von Anfang an Jazzenthusiast. „Mit Jazz verband ich in den 1980er-Jahren immer nur Modern- oder Free-Jazz, der meist im TV-Nachtprogramm lief. Da war für mich aber keine Harmonie, keine Linie, keine Melodie erkennbar“, erinnert sich der Wildeshauser an die 80er-Jahre in seiner Heimatstadt Leer. Dann wurde er 1992 auf ein Konzert mit einer US-Allstars-Band, einer klassischen Oldtime-Band in Westoverledigen eingeladen, und da sprang der Funke sofort über. „So etwas will ich auch in Wildeshausen hören, das passt zu Wildeshausen“, erkannte er. Schnell war mit dem damaligen Tourmanager für das darauffolgende Jahr ein Konzert in der Kreisstadt vereinbart.

Die „Second Line Jazzband“ aus Schweden.

Und auch wenn sich der Erfolg erst in Grenzen hielt, blieb Skrzippek dran, der seit Anfang an Vorsitzender der Jazzfreunde ist. Zuerst gab es sechs Konzerte pro Jahr an verschiedenen Orten, später acht, und seit 15 Jahren bieten die Jazzfreunde bis zu 14 Konzerte pro Jahr an. Ein Teil findet im historischen Rathaussaal statt, der andere im größeren Saal der Kreismusikschule. „Alle zwei Jahre gönnen wir uns eine Allstars-Band mit internationalen Topmusikern“, sagt Skrzippek. Der Verein hat derzeit 71 Mitglieder. Der aktuelle Vorstand der Jazzfreunde besteht aus Skrzippek, Jürgen Neidhardt (Zweiter Vorsitzender), Karl-Heinz Kulla (Kassenwart) und Helga Wrede (Schriftführerin). Seit 1994 wurden mehr als 230 Konzerte veranstaltet. Im Schnitt erscheinen zurzeit rund 100 Zuschauer zu den Auftritten. Und die sollen auch jetzt auf ihre Kosten kommen.

Karten

Tickets gibt es unter Telefon 04431/930995 und im Internet unter www.jazzfreunde-wildeshausen.de. Restkarten werden an der Abendkasse vorgehalten. Infos zur Verfügbarkeit gibt es am Veranstaltungstag unter der Telefonnummer 0177/7250461.

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