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Drei Jahre Haft für sexuelle Nötigung auf Wildeshauser Disco-Toilette

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Von: Dierk Rohdenburg

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Das Urteil des Landgerichtes Oldenburg ist nun rechtsgültig.
Das Urteil des Landgerichtes Oldenburg ist nun rechtsgültig. © dpa

Wildeshausen/Oldenburg – Es bleibt bei der Haftstrafe: Rechtskräftig geworden ist jetzt das Urteil gegen den 26-jährigen Bremer, der am 21. Juli 2019 gegen 3.15 Uhr auf der Damentoilette der Diskothek „5 Elements“ in Wildeshausen eine 21-Jährige sexuell bedrängt hatte.

Der Bundesgerichtshof hat die Revision als unbegründet verworfen. Das bestätigte am Freitag Richter Torben Tölle, Pressesprecher des Oldenburger Landgerichtes.

Wie berichtet, hatte die zweite Große Strafkammer des Landgerichtes den Bremer im Mai vorigen Jahres wegen sexueller Nötigung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Kammer war davon überzeugt gewesen, dass die 21-Jährige das Opfer einer brutalen sexuellen Attacke geworden war.

Der Angeklagte sei ihr gefolgt, als diese die Damentoilette aufgesucht habe, so die Überzeugung des Gerichts. Er habe sich Zutritt zur Kabine verschafft, die 21-Jährige von hinten gepackt, ihr den Mund zugehalten und versucht, ihr in den Schritt zu fassen. Die Frau hatte sich durch einen Biss in die Hand des Täters aus der misslichen Lage befreien können. Der Mann hatte ihr die Hand in den Mund gesteckt.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe

Der Bremer indes hatte die Vorwürfe bestritten. Er sei der jungen Frau nur bis zu dem Vorraum der Damentoilette gefolgt, weil er gedacht habe, sie habe ihn dazu animiert. In der Kabine sei er nicht gewesen, hatte der Angeklagte erklärt.

Das Gericht aber glaubte ihm kein Wort. Nicht nur, dass eine Überwachungskamera festgehalten hatte, wie er die Toilette betrat und kurz darauf wieder verließ. Dem Mann unterstellte der Richter auch eine „frauenfeindliche Gesinnung“.

Die 21-Jährige war noch vor Gericht deutlich mitgenommen von dem Vorfall. Sie musste therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen und sagte mit Unterstützung einer psychosozialen Prozessbegleiterin sowie unter Tränen vor Gericht aus.

Der Angeklagte dagegen hatte in dem Verfahren einen Freispruch für sich reklamiert. Doch daraus wurde jetzt endgültig nichts. Der Bundesgerichtshof hat nun die Feststellungen und die rechtliche Würdigung der Oldenburger Kammer in vollem Umfang geteilt. Damit ist das Urteil nun rechtsgültig, der Mann muss in Haft.  

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