Drei Gebiete für Einzelhändler/Straßenausbau „Vor Bargloy“ soll eher erfolgen

Ausschuss empfiehlt Neuordnung des Westrings

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„Bitte einordnen“: Die Politik hat die Weichen für die Neuplanung des Westring gestellt.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Die Neuordnung des Einzelhandels am Westring in Wildeshausen hat am Dienstagabend eine wichtige Hürde genommen.

Der Bau-Ausschuss empfahl einstimmig, drei Bebauungspläne – jeweils für gesonderte Einzelhandels-Angebote – aufzustellen. Damit folgte die Politik dem Vorschlag der Verwaltung und dem Einzelhandelsgutachten. Sämtliche Ratsmitglieder sprachen sich in ihren Wortbeiträgen klar für die Entscheidung aus.

Diese sieht einen großen Bereich mit Nahversorgung von der Straße „An der Reithwiese“ bis zum Westring vor. Dort sollen Einzelhändler mit Verkaufsflächen, die größer als 800 Quadratmeter sind und zum Beispiel Nahrungs- und Genussmittel anbieten, angesiedelt werden. Das Gebiet eignet sich also für Lebensmittelmärkte. An diesen Bereich schließt sich ein kleineres Gebiet beidseitig des Bargloyer Wegs an, das Angebote zur Ergänzung der Nahversorgung enthalten soll.

Im restlichen Gebiet am Westring sind Gewerbegebiete geplant, in denen nur Einzelhandels-Angebote wie Möbel sowie Bau- und Gartenbedarf vorgesehen sind. Hier könnten sich zum Beispiel Baumärkte neu ansiedeln. Eine Veränderungssperre für das gesamte Gebiet am Westring empfahl der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Traute Sandkuhl (Grüne) nicht.

Neben dem Einzelhandel beschäftigte sich der Ausschuss unter anderem mit dem Ausbau von Straßen im nicht weit vom Westring liegenden Baugebiet „Vor Bargloy“. Da dort fast alle Flächen verkauft seien, beklagte Bernhard Block (CDU) „richtige Verkehrsprobleme“. Diese sollten mit einem vorzeitigen Ausbau der Straßen behoben werden.

Noch sind die Mittel im Haushalt erst für 2017 eingeplant. Und zwar 0,9 Millionen Euro für den Endausbau der Straßen „Am Fuchsbau“, Lupinen- und Fliederstraße sowie „Am Rapsacker“. Zudem kosten Grunderwerb, Planung und Bau einer Entlastungsstraße von der Visbeker Straße bis zum Reepmoorsweg etwa 4,8 Millionen Euro.

Der Ausbau der Straßen sei bereits von den Anwohnern bezahlt worden, merkte Ratsherr Wolfgang Sasse (CDU) an. „Wenn das Geld für etwas anderes ausgegeben wurde, ist das vielleicht nicht in Ordnung“, sagte er.

Damit handelte er sich heftige Kritik von Sandkuhl (Grüne) ein, die erinnerte, Sasse habe ja stets mitgestimmt, wenn es darum ging, Gelder für andere Zwecke auszugeben.

Der Ausschuss empfahl schließlich ohne Gegenstimmen, den 0,9 Millionen Euro teuren Ausbau vorzuziehen und die Planungen für die Entlastungsstraße ebenfalls 2016 zu erledigen. Dann wisse man, was genau diese Maßnahme koste. Damit reagierte die Politik auch auf Einwürfe des Stadt-Kämmerers Thomas Eilers. Die Ausgaben seien „eine enge Nummer“ für den Haushalt 2016.

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