Politik macht Druck und fordert Vorschläge

Doch schnelle Lösung für Krippenkinder?

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In Wildeshausen gibt es derzeit zu wenig Krippenplätze. Das soll sich schnellstmöglich ändern.

Wildeshausen - Die 28 Eltern, die schon zum 1. August in Wildeshausen einen Krippenplatz benötigen, können hoffen, dass doch noch eine schnelle Lösung gefunden wird.

Zumindest hat der Verwaltungsausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, kurzfristig verschiedene Varianten zur zeitlich begrenzten Unterbringung von Krippenkindern zu ermitteln. Dazu gehört beispielsweise eine Betreuung in Mobilbauten oder der verstärkte Einsatz von Tagesmüttern.

Politik ist sich der Dringlichkeit bewusst

„Das soll schnellstmöglich erfolgen“, betonte Bürgermeister Jens Kuraschinski. Zur Not könnten Lösungen auch per Umlaufbeschluss herbeigeführt werden. Manche Maßnahme, beispielsweise der Einsatz von Tagesmüttern, sei als Geschäft der laufenden Verwaltung zu organisieren.

Der Politik ist die Dringlichkeit von Entscheidungen offenbar sehr bewusst. Deshalb hat der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend auch beschlossen, mit der konkreten Planung des Anbaus einer Krippengruppe beim Kindergarten „Sternschnuppe“ nach Verabschiedung der Bundes-Förderrichtlinie im Rahmen des vorzeitigen Maßnahmebeginns zu starten.

Krippenanbau könnte innerhalb eines Jahres bezugsfähig sein

Geld dafür ist im Haushalt veranschlagt. Da der Planungsauftrag unterhalb der Schwellenwerte der Europäischen Union liegt, wird der Auftrag freihändig an das Büro Lührs Baumanagement und Planung erteilt. Die Konzepte sollen dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt baldmöglichst vorgestellt werden. Die Verwaltung rechnet jedoch damit, dass rund ein Jahr vergehen wird, bis ein Krippenanbau bezogen werden kann.

Deutlich schneller kann es gehen, wenn der Rat am 15. Juni beschließt, eine weitere Krippengruppe für 15 Kinder in der Tagesstätte der Lebenshilfe „Farbenfroh“ zu finanzieren. Dort sind nur Umbauten vorzunehmen, sodass bis Ende des Jahres ein Start der Betreuung beginnen kann. „Wenn wir an den beiden Einrichtungen Krippengruppen haben, sind wir schon ganz gut aufgestellt“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski, dessen Verwaltung zudem von der Politik beauftragt wurde, mit dem Landkreis Oldenburg die Frage des Krippenplatzangebotes sowie dessen Finanzierung zu erörtern.

dr

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