Kosten für Schulungs- und Rettungszentrum haben sich verdoppelt

DLRG Wildeshausen braucht mehr Geld für Neubau

Gäste, Geehrte und die DLRG-Vereinsspitze: Michael Lüken (stehend, von links), Marco Hake, Carsten Petermann, Hermann Petermann, Cord Wachtendorf, Ralf Spille und Jens Kuraschinski. Vorne: Andreas Grüter (von links), Nadine Baalmann, Lars Barke- meyer und Tim-Ole Barkemeyer.
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Gäste, Geehrte und die DLRG-Vereinsspitze: Michael Lüken (stehend, von links), Marco Hake, Carsten Petermann, Hermann Petermann, Cord Wachtendorf, Ralf Spille und Jens Kuraschinski. Vorne: Andreas Grüter (von links), Nadine Baalmann, Lars Barke- meyer und Tim-Ole Barkemeyer.

Die Steigerung der Baukosten trifft die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen hart, denn die Finanzierung des geplanten Rettungs- und Schulungszentrums ist gefährdet.

Der Bau des Schulungs- und Rettungszentrums der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an der Böttcherstraße in Wildeshausen verzögert sich wegen steigender Kosten, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. „Aufgeben ist keine Option“, betonte der Vorsitzende Carsten Petermann während der Jahreshauptversammlung allerdings, dass die Ortsgruppe bei ihrem ehrgeizigen Vorhaben nicht den Kopf in den Sand stecken will.

Im „Reitersaal“ der „Gildestube“ informierte er darüber, wie es mit dem Bauprojekt weitergehen soll, nachdem sich die erwarteten Ausgaben durch Preissteigerungen in der Baubranche nahezu verdoppelt haben. Erst hatte die DLRG noch mit etwa 600 000 Euro gerechnet. Aber diese Schätzung musste angepasst werden. „Diese Entwicklung war bis Ende 2020 nicht absehbar“, sagte Petermann.

Einige Lösungsansätze, aber nichts Spruchreifes

Es gibt zwar einige Lösungsansätze, aber spruchreif ist noch nichts. Zu den Alternativen gehört unter anderem das Generieren weiterer Fördermittel aus verschiedensten Finanztöpfen. Der Kreditrahmen von 500 000 Euro über ein privates Darlehen werde in keinem Fall erhöht, versicherte Petermann.

Der Vorsitzende berichtete, dass das Bauprojekt bereits bundesweit verfolgt werde: „Ich hatte schon Anfragen aus Dortmund und Schleswig-Holstein, wann das Schulungszentrum fertig sei, um es nutzen zu können.“ Und dass die Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern notwendiger denn je sei, habe die Coronakrise gezeigt. Michael Lüken, Vorsitzender des DLRG-Bezirks Oldenburger Land-Diepholz, sagte als Gast der Versammlung: „Wir haben durch die Pandemie zwei Generationen von Schwimmern verloren. Aufholen werden wir das wohl nicht mehr können.“

Mitgliederzahl sinkt, weil Bäder lange geschlossen waren

Die langen Schließzeiten der Schwimmbäder in der Region haben auch bei der Zahl der Engagierten Spuren hinterlassen. „Im Gegensatz zu anderen Vereinen haben wir durch Corona relativ wenige Mitglieder eingebüßt“, zog Petermann eine optimistische Bilanz. Die Zahl sei von 340 auf rund 300 gesunken. „Das ist längst nicht so viel wie in der Zeit, als das Bad zwei Jahre geschlossen war.“ Sein Stellvertreter Marco Hake ergänzte: „Dass uns die meisten Mitglieder die Treue gehalten haben, ist das Schönste für uns, denn es ermöglicht uns, die Arbeit der DLRG fortzusetzen.“

Der Leiter Ausbildung, Henning Höffner, verwies darauf, dass nicht alles ausgefallen ist. „Wir haben trotzdem versucht, etwas möglich zu machen, vor allem für die Aktiven im Rettungsschwimmen.“ Leider habe die Anfänger-Schwimmausbildung ausfallen müssen. Auch die Erste-Hilfe-Ausbildung war durch Corona zum Teil zum Erliegen gekommen. „Das hat viele Betriebe in Nöte gebracht“, erklärte er.

Die Ortsjugend hielt ebenfalls den Kontakt zu den jungen Mitgliedern – mit Online-Treffen, Bastelaktionen für zu Hause, dem Familienschwimmen im September 2020 und jetzt im Sommer mit einer Ferienpassaktion.

Rettungseinsätze hatte die DLRG Wildeshausen im zurückliegenden Jahr drei: je einer in Wildeshausen, Dötlingen und Huntlosen. Darüber hinaus hatte der Leiter Einsatz, Björn Barkemeyer, den Aufbau des Wildeshauser Impfzentrums mitorganisiert.

Besondere Würdigung für Familie Wachtendorf

Eine besondere Würdigung wurde der Familie Wachtendorf aus Dötlingen zuteil. Sie hatte der Ortsgruppe ohne zu zögern Unterschlupf für Fahrzeuge, Boote, Anhänger und etliches Material angeboten, nachdem der DLRG im Sommer 2020 der Mietvertrag für die Lagerhalle an der Glaner Straße gekündigt worden war und kein adäquater Ersatz gefunden werden konnte. Auch die dort gelagerten Habseligkeiten des Stadtjugendrings kamen in Dötlingen unter – bis heute. „Und wir sind die ganze Zeit über einsatzfähig geblieben“, freute sich Vorsitzender Petermann.

Auch die beiden Bürgermeister Jens Kuraschinski (Wildeshausen) und Ralf Spille (Dötlingen), die der Versammlung als Gäste beiwohnten, wollten Familie Wachtendorf für ihre Hilfsbereitschaft danken. „Wir haben zusammengelegt für einen Restaurant-Gutschein“, sagte Kuraschinski. Im Namen seiner Eltern Ewald und Irma nahm Cord Wachtendorf, selbst Mitglied des DLRG-Vorstandes, das Geschenk entgegen. Die DLRG legte noch ein eigenes Präsent obendrauf.

Zudem wurden Ehrungen vorgenommen für langjährige Mitgliedschaft: 40 Jahre sind die Brüder Hermann und Carsten Petermann dabei, 25 Jahre Andreas Grüter und Lars Barkemeyer sowie zehn Jahre Nadine Baalmann und Tim-Ole Barkemeyer.

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