Neues Vereinszentrum dürfte teurer werden, weil die Materialkosten steigen

DLRG wartet auf Baugenehmigung

Hier soll es hin: Das Vereinszentrum der DLRG ist zwar geplant, aber die Bagger dürfen noch nicht anrücken.
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Hier soll es hin: Das Vereinszentrum der DLRG ist zwar geplant, aber die Bagger dürfen noch nicht anrücken.

Wildeshausen – Die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wildeshausen muss weiter auf ein neues Domizil warten.

Nachdem die Ehrenamtlichen nach dem Wegzug vom Freibadgelände im Jahr 2012 lange Zeit im ehemaligen Kindergarten an der Harpstedter Straße und danach im ehemaligen Feuerwehrhaus eine vorübergehende Bleibe gefunden hatten, wissen sie seit rund einem Dreivierteljahr, dass sie an der Böttcherstraße ein Vereinszentrum mit Halle errichten können.

Dennoch müssen sie weiter warten. Jetzt geht es um die Baugenehmigung, die noch aussteht, und die Voraussetzung für den Förderbescheid des Landes ist. „Es fehlten immer Bescheinigungen“, so der DLRG-Vorsitzende Carsten Petermann. Nun müsse die Statik im Auftrag des Landkreises von einem externen Büro berechnet werden.

Die Zeit drängt. Einerseits müssen die Lebensretter damit rechnen, dass sie irgendwann aus dem Obergeschoss des Feuerwehrhauses ausziehen müssen. Andererseits sieht Petermann mit großen Befürchtungen, dass die Preise für Baumaterialien und -leistungen in den vergangenen Monaten extrem gestiegen sind. „Wir wollen jetzt die einzelnen Leistungen ausschreiben“, so der Vorsitzende. „Die Gefahr ist groß, dass es deutlich teurer wird.“

Bislang kalkulierte die DLRG mit 780. 000 Euro für das neue Rettungszentrum. 80 .000 Euro hatte der Verein bereits für das Grundstück an die Stadt gezahlt. Das Gebäude ist zweigeteilt geplant und hat eine Breite von 35 Metern sowie eine Tiefe von 16 Metern. Der größte Bereich – eine Stahlbauhalle – wird für die drei Fahrzeuge und drei Boote sowie Zubehör benötigt. Daneben liegt der gemauerte Sozialtrakt mit Werkstatt, Schulungs- sowie Sanitärräumen.

Petermann möchte nach eigenen Angaben schnell das Vereinsleben zusammenführen. Er würde gerne im Rahmen einer Versammlung das Bauvorhaben vorstellen, denn die Zahl der Mitglieder sinkt, weil wegen der Corona-Pandemie viele Aktivitäten nicht möglich sind. Beispielsweise bei den Schwimmkursen. Bei der DLRG kann jeder Teilnehmer so viele Stunden wie nötig nehmen, um das Schwimmen zu erlernen. Deshalb wird auch keine Kursgebühr berechnet. Die Interessierten werden einfach Mitglied und können später die fortführenden Kurse bis zum Rettungsschwimmerabzeichen besuchen.

Unterdessen suchen die Lebensretter weiter nach Spendern, die den Bau und Betrieb unterstützen möchten. Die Ortsgruppe hat im Internet unter www.wildeshausen.dlrg.de/spenden eine Seite eingerichtet, auf der nicht nur Geldspenden online getätigt werden können, sondern auch Zuwendungen für Material. So können etwa ein Wurfsack für 27 Euro, ein Helm für 105 Euro oder eine Rettungsweste für 239 Euro finanziert werden. „Unser Bauprojekt ist eine große Herausforderung, bei der wir jede Unterstützung – auch die kleinste – gut gebrauchen können“, sagt Petermann. 

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