Wildeshauser Lebensretter geben Tipps, wie man sich auf gefrorenen Gewässern bei Gefahr verhält

DLRG warnt vor Betreten von Eisflächen

Eisrettung in Wildeshausen: Die DLRG trainiert regelmäßig für den Ernstfall.
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Eisrettung in Wildeshausen: Die DLRG trainiert regelmäßig für den Ernstfall.

Wildeshausen – Der Winter hat Einzug gehalten. Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit aber noch auf keinen Gewässern einen Eisspaziergang zu. „Ist eine Eisdecke vorhanden, ist diese noch zu dünn“, mahnt Heino Fastje von der Wildeshauser Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

„Wir raten deshalb allen Wintersportlern dringend, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich beim zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder unbedingt über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

„Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein“, sagt Fastje. „Eisflächen sollten deshalb nicht gleich an den ersten frostigen Tagen betreten werden. Es besteht Lebensgefahr.“

DLRG übt zusammen mit den Feuerwehren

Die DLRG Wildeshausen hat in den vergangenen Jahren immer wieder auch mit den Feuerwehren die Eisrettung geübt. „Unsere Schwimmer leisten bundesweit jährlich rund 150 000 Stunden Rettungsdienst im Winter und kennen die Tücken der eisigen Idylle“, so Fastje. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Das Eis sendet Signale aus, auf die jeder achten sollte. Dunkle Stellen verraten, dass es noch viel zu dünn ist. Fastje: „Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen, und sich dann in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen.“ Besondere Vorsicht sei auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen seien, seien gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen könne innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Schnellstmöglich die 112 wählen

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel. Fastje: „Im Notfall zählt jede Sekunde, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen. Zunächst sollten Helfer jedoch unbedingt den Notruf 112 absetzen und möglichst weitere Helfer mobilisieren. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.“  

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