Chancen auf eigenes Domizil steigen

DLRG-Vereinsheim im Krandel findet wenig Zustimmung

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Neben dem Feuerwehrhaus gibt es zwar Platz, ob er für die DLRG reicht, muss allerdings noch geklärt werden.

Wildeshausen - Die Chancen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Ortsverband Wildeshausen, ein eigenes Domizil zu bekommen, sind tendenziell gestiegen. Die Möglichkeit, dieses auf dem Grundstück des Krandelbades zu realisieren, sind jedoch mittlerweile verschwindend gering.

Als Alternativstandort wird von der Politik die Fläche neben dem Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch favorisiert. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer langen Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung am Donnerstagabend, bei der deutlich wurde, dass der Verein zwar unterstützt werden soll, aber eine Entwicklung des Freibades nicht durch einen Zweckbau behindert werden darf. 

Schon bald, so die Empfehlung, soll es einen Ortstermin in der Pagenmarsch geben, um zu klären, ob die DLRG dort nicht doch ein Gebäude erstellen kann.

Der Vereinsvorsitzende Carsten Petermann erläuterte den Politikern, dass die Wasserretter in erster Linie die Zusage für ein Grundstück benötigen, um Fördermittel, beispielsweise beim Landessportbund, beantragen zu können. Die Nähe eines Gebäudes zum Schwimmbad sei „vereinsfördernd“, weil man die Aktivitäten besser und schnell koordinieren könne. 

Bebauungsplan spricht dagegen

Der Plan, eine Halle neben der Liegewiese zu errichten, stehe einer Sanierung des Freibades nicht im Wege. Große Teile des benötigten Areals gehörten nicht zur Liegewiese, und in das Gebäude könnten weitere Vereine integriert werden. Während Matthias Kluck (SPD) der DLRG über einen Antrag zusichern wollte, ein Grundstück im Krandel zu bekommen und Bürgermeister Jens Kuraschinski ein „deutliches Zeichen“ einforderte, der DLRG Platz im Krandel einzuräumen, gab es parteiübergreifend Vorbehalte dagegen.

„Der Arbeitskreis Schwimmbad hat ein Domizil auf dem Badgelände aus guten Gründen abgelehnt“, erklärte Wolfgang Sasse (CDU). „Das lässt der Bebauungsplan einfach nicht zu“, ergänzte er. „Wir sollten hier keine Luftschlösser bauen.“ Sasse verwies auf die fehlende Zuwegung über ein Privatgrundstück. 

Keine Parkflächen vorhanden

Zudem gebe es keine Parkflächen. Jens-Peter Hennken (CDW) war der Ansicht, dass eine „Lkw-Halle“ am Freibad nicht passt. „Da gibt es deutlich bessere Alternativen“, erklärte er und verwies beispielsweise auf ein Sporthotel an der Stelle. Für eine Universalhalle müsse es woanders in der Stadt einen Standort geben.

Rainer Kolloge (UWG) fand die Vorstellung einer Halle direkt an der Liegewiese ebenfalls nicht schön und plädierte für einen Standort neben dem Feuerwehrhaus. Die dafür zur Verfügung stehenden Flächen bezeichnete Petermann jedoch als zu verwinkelt und zu klein. „Da müsste dann schon ein Designerbau hin“, erklärte er. Auch die Zufahrt sei nicht so einfach, weil Teile des Walls abgetragen werden müssten.

Nun soll der Bereich noch einmal von allen Beteiligten in Augenschein genommen werden. Dann wird erneut über den Wunsch der DLRG beraten.

dr

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