Lebensretter reichen Unterlagen für Grundstückskauf bei der Stadt ein

DLRG möchte an die Böttcherstraße

An der Böttcherstraße ist ein Grundstück für die DLRG reserviert. Foto: dr

Wildeshausen – Der Ortsverband der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wildeshausen wird aller Voraussicht nach an der Böttcherstraße im Gewerbegebiet der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ein neues Domizil bauen. Diese Maßnahme steht jedoch noch unter dem Vorbehalt, dass die Jahreshauptversammlung sich dem Votum des Vorstandes anschließt und der Stadtrat dem Verkauf des rund 2 300 Quadratmeter großen Grundstücks zustimmt. Das Angebot hatte die Stadt dem Verein im März mit Frist zum 31. Dezember unterbreitet, um die jahrelange Suche zu einem guten Ende zu bringen.

Verband möchte schnellstmöglich bauen

„Wir haben uns das Grundstück noch einmal angesehen und uns dann dafür entschieden“, berichtete DLRG-Vorsitzender Carsten Petermann auf Nachfrage. „Wir benötigen dringend neue Räume und würden deshalb gerne das Areal kaufen, um schnellstmöglich bauen zu können.“

Der Verband hatte ursprünglich gehofft, wieder auf das Gelände des Krandelbades zurückzukehren, wo die Retter bis zum Abriss des Hallenbades im Jahr 2012 ihr Domizil hatten. Diese Pläne zerschlugen sich aber ebenso wie das Vorhaben, einen Neubau neben der Feuerwehr in der Pagenmarsch zu errichten. Es fehlte an beiden Standorten schlichtweg an Platz – und an der politischen Unterstützung.

„Uns sind die Alternativen ausgegangen“

Nachdem die Stadt der DLRG das Angebot unterbreitet hatte, das Grundstück an der Böttcherstraße im Erbbaurecht für 99 Jahre zu übernehmen oder aber zum Quadratmeterpreis von 30 Euro zu kaufen, hatte der Vorstand zunächst versucht, andere Gebäude oder Grundstücke zu erwerben, die näher am Schwimmbad liegen. „Uns sind aber Stück für Stück die Alternativen ausgegangen“, gibt Petermann zu. Mal seien die besichtigten Areale zu klein oder zu verwinkelt gewesen, mal habe es Auflagen gegeben, die einem Vereinsheim mit Fahrzeughalle entgegengestanden hätten.

Halle für fünf Fahrzeuge

„Deshalb haben wir nun fristgerecht zum Ende des Jahres alle Unterlagen bei der Stadt eingereicht“, so der Vorsitzende. Auf dem 2 300 Quadratmeter großen Grundstück an der Böttcherstraße könne die Halle mit einer Fläche von 30 mal 16 Metern gebaut werden. Neben einem Sozialtrakt solle es eine Garage für fünf Fahrzeuge geben.

Petermann hofft, dass eine zügige und positive Entscheidung der Politik möglich ist. Anschließend muss die DLRG noch die Bauanträge einreichen, sodass wohl frühestens Anfang Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden könnte. Eine Fertigstellung der Halle ist also kaum vor Ende 2020 hinzubekommen.

DLRG muss alte Räume verlassen

Das allerdings bringt weitere Probleme für die Retter. Die Fahrzeuge dürfen nur noch bis zum 30. Juni in einer Halle hinter dem Autohaus Beier an der Glaner Straße stehen. Der Kraftfahrzeughändler hatte die Immobilie von der Stadt erworben, weil er sein Reifenlager erweitern und umbauen möchte.

Die Schulungsräume der DLRG befinden sich derzeit im alten Feuerwehrhaus. Da die Stadt jedoch einen Umbau zum Urgeschichtlichen Zentrum plant und dafür bereits die Fördermittel vom Land bekommen hat, dürfte schon bald der Auszug der Lebensretter anstehen.

„Wir müssen sehen, wo wir dann bleiben“, erklärte Petermann. Irgendwie werde man eine Lösung finden. „Wir nehmen das sportlich.“ Priorität habe aber zunächst der Erwerb des Baugrundstücks. „Denn erst dann können wir Zuschussanträge für einen Neubau stellen“, betonte er.

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