DLRG und Jugendzentrum organisieren Angebot für Kinder im Krandelbad

Integration mit Poolnudel und Schwimmbrett

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Zu Beginn der halben Stunde wird geplanscht.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. „Das ist gelebte Integration“, freut sich Roni Moklaschi vom Jugendzentrum Wildeshausen über zehn Kinder, die im Kursschwimmbecken des Krandelbades mit Poolnudel und Schwimmbrett unterwegs sind.

Sechs Jungen kommen aus Syrien, die anderen sind aus Deutschland. Sie alle möchten in einem ersten Schritt Schwimmen lernen, anschließend können sie die Kurse der DLRG besuchen.

Einmal pro Woche organisieren das Jugendzentrum und die DLRG das Angebot, das nicht in Konkurrenz zu Schwimmkursen des Vereins treten soll. Seit dem September hat das Jugendzentrum Geld gesammelt und insgesamt 1050 Euro an Spenden erhalten. „Davon können wir schon einiges bezahlen“, so Moklaschi „Wir bekommen zudem Geld über das Bildungs- und Teilhabepaket. Das Angebot richtet sich nicht nur an Flüchtlinge.“

„Wir mischen die Kinder, die schwimmen lernen wollen, sodass alle gezwungen sind, deutsch zu sprechen“, berichtet Verena Ertelt von der DLRG. Aktuell würden Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 13 Jahren angeleitet. „Ziel ist es, zu erreichen, dass sie dann in der Schule in der dritten Klasse am Schwimmunterricht teilnehmen können“, erzählt Moklaschi. Er habe aber auch Nachfragen von deutlich älteren Kindern, die ebenfalls Schwimmen lernen möchten. Voraussichtlich wird es wohl bald auch ein Angebot für jugendliche Mädchen geben, die eventuell mit Burkini ins Wasser steigen.

Der Bedarf bei den Schulen ist allgemein groß: Holbein- und St.-Peter-Schule haben bereits eine Liste mit Schülern geschickt, die teilnehmen möchten. Von der Wallschule dürften noch mehr Jungen und Mädchen kommen.

Die Kinder sind dann automatisch ein Jahr lang Mitglied in der DLRG und können danach in die Wettkampfgruppen wechseln. Wie beispielsweise Mohamd. Er ist zwölf Jahre alt, kommt aus Syrien und fährt mit dem Fahrrad zum Krandelbad. Im Gegensatz zu vielen anderen Kindern kann er schon einigermaßen schwimmen. Er freut sich über das Angebot. „Das macht viel Spaß“, sagt er. Wer weiß, vielleicht wird er ja mal ein richtiges Sport-Ass?

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