Diskussion über Hauspläne für den Marktplatz

Block: „Wir brauchen einen Magneten“

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So soll die neue Front des Geschäftshauses aussehen.

Wildeshausen - Wie kann der Einzelhandel in Wildeshausen attraktiver gemacht werden? Darüber gehen die Meinungen auseinander, und aufgrund der Pläne eines Investors, der zwei Immobilien am Markplatz abreißen und ein modernes Wohn- und Geschäftshaus bauen möchte, wird in der Stadt wieder kontrovers diskutiert (wir berichteten).

„Ein Magnet wäre schon wichtig für Wildeshausen“, sagte der ehemalige Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, Bernhard Block (CDU) im Fachausschuss am Donnerstagabend. „Wir bekämen eine Belebung durch attraktive Geschäfte. Wir müssen die Stadtmitte stärken.“

Zu möglichen Interessenten an Einzelhandelsflächen konnte und wollte der Projektplaner Tiemo Merle noch nicht viel sagen. Man sei in guten Verhandlungen, erklärte er. Denkbar sei ein Bekleidungsanbieter. Auch der bislang in dem Haus ansässige Buchhändler könnte Fläche bekommen, wenn das gewünscht sei.

Die Präsentation sorgte bei den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung für wenig Begeisterung, weil sie kaum auf die sensible Lage am Marktplatz einging.

„Da habe ich für Grillhütten schon bessere Vorstellungen erlebt“, sagte Stephan Dieckmann (SPD). „Ich möchte keine beliebige Innenstadt haben.“

Dieser Ansicht war auch Rainer Kolloge (UWG). Er sprach von „langweiligen Gebäuden“. Zudem gebe es im ehemaligen Selve-Haus an der Huntestraße und im ehemaligen Leffers-Gebäude große Flächen, die leer stehen. „Wenn es schon einen Magneten geben soll, dann kann man den auch woanders ansiedeln.“

Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung wurde über das Projekt kontrovers diskutiert. Es gab kritische Kommentare, dass man dem Investor kaum die Möglichkeit gegeben habe, seine Vorstellungen zu präsentieren. „Wie muss sich ein Investor fühlen, der ein Projekt präsentiert, das offensichtlich im Einklang mit unserem im April beschlossenen Einzelhandelskonzept ist, und derartige Reaktionen erfährt? Was muss ich von einem Ausschuss halten, der das gerade erst für viele tausend Euro erstellte und vom Stadtrat beschlossene Konzept bei erster Gelegenheit ignoriert“, heißt es da.

„Gerade der Durchgang zum Gildeplatz könnte durch einen Neubau eine Aufwertung erfahren, und von einem Publikumsmagneten würde die gesamte Innenstadt profitieren“, lautete ein weiterer Kommentar. Und ein anderer Leser schreibt angesichts der Kritik des Bürger- und Geschichtsvereins, dass die Himmelskamp-Häuser schützenswert seien: „Wäre es nicht möglich, das Ensemble der Häuser stehen zu lassen und den Zugang zum Gildeplatz mit einem neuen Haus zu schließen?“

dr

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