Discofox-Wintercamp im WiTZ/50 Paare intensivieren Schritte und Figuren

Diese Brezel gehört natürlich nicht in ein Körbchen

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Zu den Trainern zählte auch WiTZ-Inhaber Sascha Oltmann mit seiner Tanzpartnerin Carmen-Anica Wenzel (Mitte), die den Teilnehmern einiges Neues zu vermitteln hatten.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wenn beim Discofox von Körbchen die Rede ist, dann ist das keinesfalls zweideutig zu verstehen. Und wer von Brezel spricht, der hat keinen Hunger. Denn bei beiden handelt es sich um Tanzfiguren, die am Wochenende während des Discofox-Wintercamps im Wildeshauser Tanz-Zentrum (WiTZ) reichlich zu sehen waren.

Bereits zum zwölften Mal hatten die WiTZ-Betreiber, Sascha Oltmann und seine Ehefrau Pia, das Camp auf die Beine gestellt, um den Tanzpaaren die Möglichkeit zu bieten, tief und intensiv in die „Kunst“ des Discofoxes eintauchen zu können. Dass der Tanz nach wie vor gefragt ist, wurde anhand der Teilnehmerzahl deutlich. Es hatten sich insgesamt 50 Paare aus ganz Deutschland und dem Ausland eingefunden.

Die weiteste Anreise hatten zweifelsohne Rafal Zareba und Adrianna Bolisega, die eigens für das Wintercamp aus Krakau (Polen) angereist waren. „Diese 1000 Kilometer haben wir gerne auf uns genommen, um uns tänzerisch etwas weiterzubilden“, betonte Zareba, der seit 1992 in Krakau eine Tanzschule betreibt: „In Polen ist Discofox überaus populär, sodass es sehr gut ist, mit anderen Tanzlehrern intensiv zu proben. Wir haben im Internet von diesem Workshop erfahren.“ Sie seien bereits zum zweiten Mal dabei: „Dieser Workshop bring uns sehr viel.“ Im Februar komme er wieder nach Deutschland: „Dann fahren wir zum Euro-Dance-Festival in den Europa-Park Rust.“

Einmal mehr hatte Oltmann, der unter anderem den Titel Norddeutscher Meister erringen und mehrfach bei Welt- und Deutschen Meisterschaften vordere Plätze belegen konnte, hochkarätige Trainer nach Wildeshausen geholt: Mario Spindler (vierfacher Weltmeister), Stephan Guttenberger (Deutscher Meister 2013) und Klaus Lustig (Deutscher Meister 2008). „Wir vier haben in den vergangenen Jahren zusammen mehr als 40 Titel geholt. Jedes Turnier in Deutschland, von den untersten Klassen bis zur WM wurde von mindestens einem von uns schon gewonnen“, so Oltmann.

Aufgeteilt in drei Gruppen – Anfänger-, Fortgeschrittenen- sowie Turnier- und Tanzlehrerebene – ging es an die „Arbeit“, wobei die Tanzlehrer stündlich die Gruppen wechselten. „Das ist eine tolle Sache, die Teilnehmer sind voll motiviert und wollen viel wissen“, betont Klaus Lustig. Während solcher Workshop könne das Tanzen fernab vom harten Training in einer eher familiären Atmosphäre vermittelt werden: „Dennoch ist es natürlich unser Ziel, noch mehr tänzerisches Verständnis zu wecken. Dazu gehört auch, dass wir den Teilnehmern vermitteln, wie sie richtig in die Musik reinkommen.“ Es komme dabei auf Qualität statt auf Quantität an: „Discofox ist und bleibt der Tanz Nummer ein, ist nach wie vor sehr beliebt. Zu diesem Tanz bekommen die Frauen ihre Männer auch in die Tanzschulen. Schließlich müssen sie dann nur einen lernen.“

Oltmann zeigte sich mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden: „Auch wenn einige Tanzlehrer dabei sind, ist dieses Wintercamp nicht nur etwas für Turniertänzer oder Profis. Teilnehmen kann jeder, der neben den normalen Tanzstunden zusätzlich etwas lernen möchte.“ So seien auch Paare dabei, die erst einen Kurs belegt hätten: „Einige können bislang eben nur die Grundschritte. Hier aber werden ihnen einige Figuren und der Feinschliff vermittelt, was die Freude am Tanzen noch steigert.“

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