In der Disco Drogen verkauft

Wildeshausen - Glimpflich davongekommen ist am Dienstag ein 34-jähriger Angeklagter, der sich wegen massiven Drogenhandels vor dem Oldenburger Amtsgericht verantworten musste. Die Richter verurteilten den Mann zu zwei Bewährungsstrafen von je eineinhalb Jahren. Damit bleibt ihm das Gefängnis erspart. Grund dafür: Die ursprüngliche Anklage musste in entscheidenden Punkten abgeschwächt werden.

Dem Mann war vorgeworfen worden, in seiner Wohnung in Oldenburg und in der Diskothek „Fun Factory“ in Wildeshausen in insgesamt 306 Fällen Drogen (in erster Linie Marihuana) verkauft zu haben. Was die Sache für den Angeklagten aber besonders brenzlig machte, war der Umstand, dass die Abnehmer in 44 Fällen Minderjährige waren. Die Abgabe von Drogen an unter 18-Jährige ist ein Verbrechenstatbestand, der in jedem einzelnen Fall mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis bedroht ist.

Doch dem 34-Jährigen konnte nicht nachgewiesen werden, erkannt zu haben, dass die Kunden tatsächlich minderjährig waren. Die Richter schauten sich Fotos von den Drogenabnehmern an. Auch sie vermochten nicht zu sagen, wie alt die Personen waren. Einige trugen Vollbärte. Dass sie erst siebzehn Jahre alt waren, war nicht zu erkennen. Übrig blieben zwei Tatkomplexe des „normalen“ Drogenverkaufs. -

wz

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