Verkehrsaktionstag der St.-Peter-Schule 

„An dieser Stelle kann uns der Lkw-Fahrer nicht sehen“

Sichtkontakt ist wichtig: Ab dieser Entfernung kann der Lkw-Fahrer die Kinder allerdings nicht mehr sehen. - Fotos: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein großer Autokran der Firma Hüffermann hatte gestern auf dem Schulhof der Wildeshauser St.-Peter-Schule Station bezogen. Allerdings nicht, weil damit gearbeitet werden sollte, sondern vielmehr, um den Dritt- und Viertklässlern damit im Rahmen des Verkehrsaktionstages der Schule den toten Winkel näher zu bringen und zu erklären.

Möglich gemacht hatten das einmal mehr Steffen König, Mark Deimel und Daniel Janssen vom Serviceclub „Round Table“ Oldenburg. Janssen ist zudem Geschäftsführer bei Hüffermann.

Schnell wurde klar, dass die Kinder schon einiges über den toten Winkel gehört und gelernt hatten. „Das ist die Stelle, wo uns der Fahrer nicht mehr im Spiegel sehen kann“, betonte eines der Mädchen. „Das ist ganz schön gefährlich“, so ein Junge.

Leicht verständlich war der Autokran so mit Trassierband versehen, dass die Schüler exakt im toten Winkel standen. Klassenkameraden konnten das überprüfen, indem sie ins Führerhaus kletterten und im Rückspiegel nichts außer dem Schulhof sahen. „Daran könnt ihr erkennen, wie gefährlich es ist, sich in der Nähe eines Lkw aufzuhalten“, betonte König.

So gab er den Kindern mit auf den Weg, dass es überaus wichtig ist, mit dem Fahrer Blickkontakt aufzunehmen: „Dann wisst ihr sicher, dass er euch auch sieht.“

Überrascht waren die Kleinen davon, dass es auch vor dem Lkw einen toten Winkel gibt. So standen sie etwa eineinhalb Meter vor dem Kran und wurden aus dem Führerhaus nicht mehr gesehen.

Während sich die Viertklässler zudem im Realverkehr behaupten mussten, wartete auf die Drittklässler der Fahrradparcours mit verschiedenen Stationen, die gemeistert werden mussten. Die Kinder des ersten Jahrgangs machten den Fußgängerführerschein, und die des zweiten mussten sich im Rollerparcours behaupten. Auf alle wartete dann noch ein Wahrnehmungsparcours in der Turnhalle. Dabei galt es, alle Sinne einzusetzen und unter Führung eines Klassenkameraden auch einmal mit verbundenen Augen über eine wippende Bank zu balancieren.

Die Erstklässler machten außerdem Bekanntschaft mit „Malte“, dem Maskottchen der Malteser, die in der Bücherei eine kleine Einweisung in die erste Hilfe boten. So hatten sie die Gelegenheit, die „Wunden“ des Sitznachbarn mit Pflaster oder Binden zu versorgen. Mit den Telefonnummern, die bei einem Notfall gewählt werden müssen, waren die Kleinen schon sehr gut vertraut.

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