Musiker sind um die 70 Jahre alt und spielen im August auf der Burgwiese

„Die Stützstrümpfe“: Schlager und Volkslieder als Masche

Gretel Francksen, Rusi Huntemann, Gunda Hebebrand und Hans Heyer (v.l.) gehören zu den Stützstrümpfen. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Sie sind alle im besten Alter rund um die 70 Jahre. Sie haben Spaß am Musizieren und waren schon in vielen Gruppen aktiv: Seit wenigen Monaten gibt es in Wildeshausen die Musikgruppe „Die Stützstrümpfe“. Ihren ersten richtig großen Auftritt hat die Truppe rund um den Leiter Hans Heyer am 14. August in der Konzertmuschel auf der Burgwiese.

Der Name der Gruppe ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. „Als Hans mit dem Vorschlag kam, war ich erst entsetzt“, erinnert sich Gretel Francksen, die lange Jahre in der Musikgruppe des Wildeshauser Frauenvereins mit Akkordeon und Keyboard aktiv war. Dann aber fand sie den Namen irgendwie amüsant, denn die Gruppe möchte gut unterhalten und mit ihrer Musik stützend für das Gemüt tätig sein.

„Die Stützstrümpfe“ bestehen aus sechs bis acht Musikern, die Hand-Hamonika, Akkordeon, Gitarre und Keyboard spielen, Heyer singt zudem. Seit einigen Monaten proben die Mitglieder wöchentlich gemeinsam im Übungsraum und bringen Schlager und Volkslieder auf die Bühne.

„Wir spielen unsere Lieder in einer spontanen, impulsiven, kreativen und manchmal auch recht rustikalen Art und Weise“, umschreibt Heyer das Konzept. „Wir machen uns frei von musikalischen Zwängen, improvisieren mit Harmonien, Texten, Techniken und spielen viel nach Gefühl.“

Die Gruppe, bestehend aus Rosi Huntemann, Inge Eicke, Gretel Francksen, Willa Hohn, Angelika Mix, Nadine Schlausch, Gunda Hebebrand und Hans Heyer, hat einige musikalische Erfahrung. Weil die Mitglieder schon viel erlebt und gespielt haben, ist die Liste der Songs, die im Repertoire sind, mit 50 Stücken ganz schön lang. „Wir nehmen aus allen Musikwelten nur das Beste“, so Heyer. So spielt die Gruppe Songs von Andy Borg, Lale Andersen, Semino Rossi, Freddy Quinn, Elvis Presley ebenso wie Folk und Country sowie Alpenlieder und Böhmische Musik. Heyer haben es ganz besonders Lieder aus Spanien und Südamerika angetan. Aber auch eigene Kompositionen gehören zum Programm. Dabei ist beispielsweise ein neues Stadt-Lied mit dem Titel „Wildeshausen lebt“.

„Vergleicht man die Melodien und Texte von heute mit denen von damals, dann erkennt man, wie wenig sich im Schlager verändert hat“, sagt Heyer. „Das ist gut so, denn so ist der deutsche Schlager ein fester Bestandteil der deutschen Musikkultur geworden – seit mehr als 60 Jahren.“

Die Musiker haben schon erste Auftritte als „Stützstrümpfe“ hinter sich. So spielten sie bei Schönherr in Düngstrup ebenso wie im Landhotel Dötlingen. „Das ist gut angekommen“, sagt Hebebrand. „Die Leute waren begeistert.“

„Wir machen kein Rämmi-Dämmi. Wir bieten Musik für das Wohlbefinden“, umschreibt Francksen das Konzept. Die Gruppe möchte auch nicht jede Woche unterwegs sein. Aber gegen Erstattung der Auslagen tritt sie gerne auf die Bühne.

Während das umfangreiche Repertoire schon steht, feilen die Musiker noch am gemeinsamen Outfit. Geplant ist eine Kombination aus Blau und Rot. Vermutlich tragen sie rote Westen und Bluejeans. „Bis zum Auftritt auf der Burgwiese sind wir eingekleidet“, ist sich Heyer ganz sicher.

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