138 junge Menschen erreichen ihren Abschluss an der Realschule Wildeshausen

Die Pandemie als eine harte Extra-Lektion

Schüler erhalten ihre Abschlusszeugnisse.
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Die Zeugnisübergabe, wie hier an die 10b, war in einem größeren Rahmen möglich.

Wildeshausen – 138 junge Frauen und Männer haben an der Realschule Wildeshausen ihren Abschluss geschafft, 64 davon ihren erweiterten Sekundarabschluss. Am Sonnabendvormittag wurden sie in der Widukindhalle in einem würdevollen Rahmen von ihrer Schule verabschiedet. Dass überhaupt 400 Menschen in einem Raum zusammenkommen dürfen, um dieses Ereignis angemessen begehen zu können, ist in Coronazeiten überhaupt nicht so selbstverständlich.

„Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich nicht damit gerechnet oder zu hoffen gewagt, dass wirklich eine Verabschiedung in diesem großen Rahmen möglich sein könnte“, beschrieb Jan Pössel das Dilemma, in dem der Schulleiter sich noch vor vier Wochen befand. Doch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept sowie der Umzug in die große Mehrzweckhalle machten die Veranstaltung möglich.

Bürgermeister Jens Kuraschinski ging in seinem Grußwort ebenfalls auf die Beschränkungen ein, die diese Schülergeneration erdulden musste. „Der Weg hierher war gerade in den vergangenen Monaten sehr beschwerlich. Die Corona-Pandemie hat euch und uns allen viel abverlangt. Per Videokonferenzen oder Homeschooling wurde dabei versucht, den Präsenzunterricht zu ersetzen“, beschrieb der Verwaltungschef. Er bedauerte, dass dabei die Zwischenmenschlichkeit durch die fehlenden persönlichen Kontakte auf der Strecke geblieben sei. „Was euch die Realschule Wildeshausen vermittelt hat, ist sicherlich, sich stets in der aktuellen Lage einzufinden, sich veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, Neuerungen aufzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen und ebenso kritisch zu hinterfragen“, resümierte Kuraschinski und appellierte an die Schulabgänger, weiterhin alles kritisch zu betrachten und im Leben beständig hinzuzulernen. Man brauche nicht immer Studium oder Abitur, um beruflich erfolgreich zu sein, lautete seine Botschaft.

„Eigene Erfahrungen sind wichtiger“

Nach weiteren Grußworten durch die Schulelternratsvorsitzende Maren Becker-Jäschke sowie die Schülervertreterinnen Janine Becker und Janne Oltmann kehrte der Schulleiter an das Mikrofon zurück. Pössel wies ebenfalls auf die soziale Unbill hin, die diesen Schulabgängerjahrgang durch Corona getroffen hat, um den Fokus danach optimistisch in die Zukunft zu richten. „Viel wichtiger als die eigentliche Pandemie ist es, welchen Blick ihr auf eure Erfahrungen aus dieser Zeit werft, welche Bedeutung ihr ihnen beimesst und welchen Einfluss ihr diesen 16 Monaten auf euer weiteres Leben gebt.“

Es folgte die Zeugnisausgabe, die klassenweise auf der Bühne vonstattenging. Eine Leistung beeindruckte den Pädagogen bei der Ehrung der Jahrgangsbesten besonders. Janine Becker erreichte mit 1,07 die beste Durchschnittsnote, an die er sich in seiner Laufbahn erinnern könne, so Pössel. Ihr folgten Justus Thomas (Durchschnittsnote 1,5) sowie Lukas Wetstein (1,57) und Annick Schröder (1,57).

Die vier besten Schüler des Abschlussjahrgangs wurden vom Schulleiter gesondert geehrt.

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