Diakonie betreut Asylbewerber und anerkannte Asylanten in der Kreisstadt

„Willkommenskultur in Wildeshausen verbessert“

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Erwin Dierks sorgt dafür, dass sich Asylanten im Landkreis Oldenburg möglichst gut eingewöhnen.

Wildeshausen - Es dauert einige Monate, bis Asylbewerber in Deutschland eine Anerkennung bekommen. Dann haben sie deutlich mehr Rechte. Damit sie sich gut einleben, erhalten sie weitere Hilfe. Erwin Dierks betreut die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer in Wildeshausen für die Diakonie.

Zu ihm kommen alle Zuwanderer, die einen anerkannten Status haben. Dazu gehören Flüchtlinge ebenso wie Spätaussiedler und EU-Bürger, die in Deutschland leben und arbeiten wollen.

Seit dem 1. April betreibt die Diakonie ein Büro im Stadthaus an der Kleinen Straße, in dem Dierks und die Sozialarbeiterin in der Flüchtlingsbetreuung, Stephanie Alkoyun, Beratungen anbieten. Während Alkoyun Asylbewerber kurz nach der Ankunft in Wildeshausen, Dötlingen oder Harpstedt betreut, kümmert sich Dierks um Menschen, die seit Monaten hier sind. Ganz wichtig ist es für diese Neubürger, dass sie möglichst schnell die deutsche Sprache lernen und eine Arbeitsstelle finden. Viele von ihnen haben einen Rechtsanspruch auf Deutschkurse. „Bei manchen Asylanten reichen diese Kurs aber kaum, weil zunächst eine Alphabetisierung stattfinden muss“, erklärt Dierks. Zudem hätten viele Flüchtlinge zuerst ganz andere Dinge im Kopf. Da ist die Sorge um die Familie, die im Bürgerkrieg geblieben ist, es fehlt an einer Wohnung, die groß genug ist, und Dokumente müssen ins deutsche übersetzt werden.

„Die Willkommenskultur in der Stadt Wildeshausen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, sagt Dierks, der sich seit 1990 um Spätaussiedler und Flüchtlinge kümmert.

Das sei aber auch wichtig, weil immer mehr Menschen als Flüchtlinge in die Stadt kommen. Die Anerkennung als Asylant dauert aktuell bis zu sieben Monate. Das liegt auch daran, weil vorrangig Asylbewerber geprüft werden, bei denen eine Rückführung wahrscheinlich ist. Wenn der Antrag positiv beschieden wurde, schließt Dierks eine Eingliederungsvereinbarung mit den Hilfesuchenden. Damit soll definiert werden, welche Ziele sie möglichst schnell erreichen wollen. Das klappt bei manchen Gruppen gut, bei anderen schleppender. „Alle haben aber das Ziel, dass ihre Kinder sich schnell zurechtfinden“, so Dierks. Dafür gebe es mittlerweile auch viele Hilfen.

dr

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