Deutlich die meisten Stimmen beim Bürgerbudget

Düngstruper Dorfgemeinschaft dominiert

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Die alte Terrassenüberdachung in Düngstrup soll ersetzt werden.

Wildeshausen - Die Vorschlags- und auch die Abstimmungsphase für das erste Bürgerbudget der Stadt Wildeshausen ist abgeschlossen. Zwar konnten schon am Montag keine Stimmen mehr registriert werden, da aber viele Bürger ihr Votum per Papierformular abgegeben hatten, steht erst jetzt das endgültige Ergebnis fest.

Die meisten Stimmen hat eindeutig der Bürgervorschlag für eine neue Terrassenüberdachung für das Düngstruper Dorphus bekommen. Insgesamt 175 Stimmen gingen für dieses Projekt ein, das von der Verwaltung mit 10000 Euro taxiert wurde. Bei diesem Punkt zeigte sich, was Dorfgemeinschaft bewirken kann, denn die Düngstruper sorgten dafür, dass nicht nur möglichst viele Einwohner ihre Stimme im Internet abgaben. Bei den Familien, die die gleiche E-Mail-Adresse nutzten, sorgte das Dorf dafür, dass die anderen Angehörigen einen Papierbogen ausfüllten und so ihrem Wunsch Nachdruck verliehen.

An der diesjährigen Abstimmung beteiligten sich 322 der 411 registrierten Nutzer. Somit verzichteten 89 Teilnehmer am früheren Bürgerhaushalt aktuell auf ein Votum. Auf dem Portal wurden in diesem Sommer 176 Neuregistrierungen verzeichnet, zudem ließen sich 130 Bürger offline registrieren – und viele von ihnen kamen aus Düngstrup. Es gingen 32 Vorschläge ein, von denen nur einer keine Stimmen erhielt. Entsprechend der Richtlinie zum Bürgerbudget wird dieses Ergebnis nach Vorbereitung im Ausschuss für Finanzen, Controlling und Wirtschaft nun dem Verwaltungsausschuss der Stadt, zur Beschlussfassung vorgelegt.

Schon jetzt ist abzusehen, dass nicht alle Vorschläge unter das Bürgerbudget fallen werden. Das hat seine Gründe. „Ich habe schon im Vorfeld bei einigen Punkten erfahren, dass wir das anders lösen können“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski. So sei der Vorschlag „Ansiedeln durch Nisthilfen für Weißstörche“, der 29 Stimmen erhielt, wahrscheinlich durch Sponsoring möglich und belaste damit nicht das Budget. Andere Vorschläge könnten normal über Verwaltungshandeln erledigt werden. „Ich bin begeistert über die Resonanz“, sagte Kuraschinski. Die Vorschläge richteten manches Mal den Blick auf Situationen, die man sonst gar nicht im Auge gehabt hätte.

Weitere Anregungen der Bürger befassen sich mit einem Ferienticket für Kinder und Jugendliche im Schwimmbad, einer farbenfrohen Bepflanzung der Verkehrsinseln, der Beschilderung von Lauf- und Walkingstrecken oder Toiletten am Burgberg. Die Vorschläge werden der Reihe nach abgearbeitet, bis die 25000 Euro verbraucht sind. Der Fachausschuss tagt das nächste Mal am 5. November.

dr

buergerbudget.wildeshausen.de

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