Ausbildung: Für jeden unversorgten Jugendlichen gibt es 3,1 Plätze

Deutlich mehr Stellen als Bewerber

Ausbildung im Handwerk: Es sind in diesem Jahr noch einige Stellen frei.
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Ausbildung im Handwerk: Es sind in diesem Jahr noch einige Stellen frei.

Landkreis – Die Chancen, im Landkreis Oldenburg einen Ausbildungsplatz zu bekommen, stehen derzeit gut. Für die Betriebe bedeutet das im Gegenzug, dass sich die Auszubildenden oft die Stelle aussuchen können – und einige unbesetzt bleiben.

Die Agentur für Arbeit Oldenburg Wilhelmshaven hat aktuell eine Bilanz zum Vorjahr gezogen. Den insgesamt 679 jungen Leuten, die sich im Landkreis Oldenburg von der Berufsberatung unterstützen ließen, stehen 749 von Unternehmen gemeldete freie Ausbildungsstellen gegenüber. Die Zahl der freien Stellen entspricht ungefähr der vom Oktober 2020. Allerdings waren damals 693 Bewerber bei der Agentur für Arbeit vorstellig geworden. Statistisch gesehen entfallen 1,1 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber. Für jeden unversorgten Bewerber, in diesem Jahr sind es 42, gibt es rechnerisch 3,1 Stellen.

„Arbeitsagentur, Kammern, Berufsschulen, Arbeitgeber und weitere Partner haben in diesem Sommer und Herbst viele Angebote gemacht, von Telefon-Aktionstagen bis zu außergewöhnlichen Vermittlungsaktionen“, erinnert Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, an die Bemühungen. „Im sogenannten Sommer der Ausbildung haben wir vielen Jugendlichen geholfen. Auch Messen und Praktika konnten wieder angeboten werden.“

Schon jetzt an Ausbildungsvertrag für 2022 denken

Weil noch viele Stellen unbesetzt sind, wirbt Müller deshalb bei jungen Leuten dafür, bereits jetzt an einen Ausbildungsvertrag für 2022 zu denken: „Wer die Möglichkeit hat, beginnt am besten noch in diesem Jahr mit der Suche und nimmt Kontakt mit Arbeitgebern sowie den Berufsberatern auf. Es gibt vielfältige Unterstützung.“

Müller appelliert an die Ausbildungssuchenden: „Berufswünsche und Stellen passen nicht immer ideal zusammen. Manchmal ist die Stelle nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Manchmal passen die eigenen Fähigkeiten nicht gut zum Wunschberuf. Deshalb raten wir: Lassen Sie sich von der Agentur für Arbeit beraten, schauen Sie nach möglichen Alternativen und probieren Sie sich – auch zum Beispiel im Rahmen eines Praktikums – aus.“

Handwerkskammer registriert annähernd Vorjahresniveau

Die Handwerkskammer Oldenburg registrierte bei den neu eingetragenen Lehrverhältnissen annähernd das Vorjahresniveau. „Die Betriebe wissen, dass sie heute die Fachkräfte von morgen über eine Ausbildung gewinnen müssen“, sagt der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung Kai Vensler. „Es haben 2 627 Menschen in diesem Jahr ihre Ausbildung begonnen. Das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so Vensler.

Der Ausbildungsmarkt hat sich im Bereich der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer zwar positiv entwickelt, ist aber noch weit entfernt vom Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019. Die IHK hat bis Ende September 3 846 Ausbildungsverträge registriert. Im Vergleich zu September 2019 sind das 448 Verträge weniger.

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