„donum vitae“ registriert Steigerung in der Coronazeit / Neues Mobiliar für Sprechzimmer

Deutlich mehr Konfliktberatungen

Geld für das Beratungszimmer: Manfred Sander, Brigitte Meyer-Tönjes und Christa Heimermann (v.l.).
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Geld für das Beratungszimmer: Manfred Sander, Brigitte Meyer-Tönjes und Christa Heimermann (v.l.).

Wildeshausen – Ob es Zufall ist oder nicht: Die Zahl der Schwangerschaftskonfliktberatungen bei „donum vitae“ in Wildeshausen ist während der Coronazeit deutlich gestiegen. Sozialpädagogin Brigitte Meyer-Tönjes berichtete am Montag, dass es seit Jahresbeginn 69 Beratungen gegeben hat, während es im gesamten vergangenen Jahr „nur“ 62 waren. „Das muss mit Corona nichts zu tun haben. Aber es könnte sein, dass die Zukunftsängste in der Pandemie wachsen und sich deshalb mehr Frauen an uns wenden“, so Meyer-Tönjes.

Der Vorteil für Schwangere, die dringend das Gespräch suchen, ist, dass die beiden Pädagoginnen von „donum vitae“ auch zu Beginn der Coronakrise zumindest telefonisch zu erreichen waren. „Wir haben dann jedoch festgestellt, dass es einen irrsinnigen Aufwand bedeutet, Anträge telefonisch vorzubereiten“, berichtete Meyer-Tönjes. „Deswegen sind wir vor Ort, versuchen aber nach Möglichkeit, in Schichten zu arbeiten.“ Im Falle eine Quarantäne sei es so machbar, die Beratung – auch per Video – aufrecht zu erhalten.

Die Gespräche vor Ort können seit Kurzem in einem neugestalteten Beratungszimmer geführt werden. „Der Raum war seit unserem Einzug vor 20 Jahren praktisch unverändert“, erzählte die Vorsitzende des Vereins, Christa Heimermann. „Nun konnten wir durch die Unterstützung der Volksbank neues Mobiliar, einen Teppich sowie Bilder anschaffen.“

Das Kreditinstitut gab 950 Euro aus den Reinerträgen des Gewinnsparens zu den Renovierungskosten dazu. Am Montag überzeugte sich Prokurist Manfred Sander davon, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wurde. „Wir unterstützen ,donum vitae‘ gerne“, betonte Sander. Es handele sich um einen sehr wichtigen Verein, der auf Spenden angewiesen sei.

Das bestätigte Heimermann. „Wir benötigen das Geld für unsere Arbeit“, betonte sie. Allerdings habe sie gerade in diesem Jahr die Erfahrung gemacht, dass einige Spender direkt auf sie zugekommen seien. „Die hatten Geld übrig, weil sie nicht in den Urlaub gefahren waren“, erzählte sie. Oder Gildeclubs hätten ihre Ersparnisse gespendet.

Die Hauptaufgabe für „donnum vitae“ ist derzeit die Beratung der Frauen, die mit vielen Fragen an die Wittekindstraße 6 kommen. Zum Aufgabenfeld gehören soziale Themen, Vermittlung von finanziellen Hilfen, Rechtsansprüche, sexuelle Fragen sowie Partnerschaftskonflikte und die Vermittlung von Sachleistungen. Die Kleiderkammer ist weiter geöffnet „Wir packen jedoch nun Pakete für die Frauen ganz nach deren Wünschen“, berichtete Meyer-Tönjes.

Wegen der Corona-Pandemie ganz weggefallen sind seit dem Frühjahr Präventionsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler. „Das konnten wir hier nicht anbieten, weil der Platz fehlt“, so Meyer-Tönjes. „Und auch in den Schulen lässt sich das derzeit ganz schlecht organisieren.“

„Da ist uns die Gesundheit unserer Pädagoginnen zu wichtig“, betonte Heimermann. „Die dringlichste Aufgabe ist es nun mal, den Frauen in Notsituationen zu helfen.“  dr

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