HGV und MIT mit den Planungen für das Citymanagement unzufrieden

Lenzschau: „Der Frust ist groß“

Wohin geht die Reise in der Wildeshauser Innenstadt? Die Meinungen von Politik und Interessensverbänden sind durchaus unterschiedlich zu diesem Thema.
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Wohin geht die Reise in der Wildeshauser Innenstadt? Die Meinungen von Politik und Interessensverbänden sind durchaus unterschiedlich zu diesem Thema.

Wildeshausen – Der Beschluss des Wildeshauser Stadtrates, einen Citymanager oder eine -managerin einzustellen, der sich zu gleichen Teilen um die Wirtschaftsförderung sowie die Attraktivität der Innenstadt kümmern soll, stößt beim Handels- und Gewerbeverein Wildeshausen (HGV) nicht auf große Zustimmung.

„Wir sind der Meinung, dass das Thema so falsch angefasst wird“, sagt der HGV-Vorsitzende Johannes Lenzschau. In seinen Augen gebe es kein schlüssiges Konzept, sondern derzeit nur eine Vorstellung von Einzelmaßnahmen.

Der HGV und die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT) hatten in vier Sitzungen mit der Stadtverwaltung und der Politik ein Rohkonzept zum Thema er- und vorgestellt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der MIT hatte der Vorsitzende Ingo Hermes angeboten, dieses Konzept weiterzuentwickeln und angekündigt: „Kommt dieses Signal nicht, da sind wir uns in den Vorständen von MIT und HGV einig, ziehen wir uns aus der aktiven Mitgestaltung zurück.“ Für ein Klein-Klein sei man nicht zu haben.

Kern des Konzeptes von MIT und HGV ist es, eine eigenständige Gesellschaft zu gründen, die in Verbindung mit einem Trägerverein die Schnittstelle zu Verwaltung, Politik, Bürgern und Vereinen bildet. „Ein Modell, das eine Aufbruchstimmung erzeugen soll, sehr viele Interessengruppen einbindet und in vielen Kommunen sehr erfolgreich arbeitet“, so Hermes mit Blick auf Cloppenburg, Damme und Vechta.

Gesellschaft soll einen Citymanager oder eine -managerin einstellen

Diese Gesellschaft, so die Vorstellung der Wirtschaft und der Händler, könne einen Citymanager oder eine -managerin einstellen. Für solche Maßnahmen gebe es ja 345.000 Euro Förderung vom Land, wobei der Stadtrat die Hoheit über die Ausgaben haben solle.

Nach der derzeitigen Beschlusslage wird ein Citymanager nun aber von der Stadt eingestellt. „Die Fraktionen hatten uns signalisiert, dass es gewünscht ist, die Stelle in der Stadtverwaltung anzusiedeln“, so Lenzschau ernüchtert. „Der Frust ist groß“, beschreibt er die Stimmung nach der Ratsentscheidung.

Dabei wollten die Innenstadtakteure zusammen mit Bürgern und Vereinen die Energien und die Kreativität neu bündeln. Sie wollten ein Konzept entwickeln und für gezielte Aktionen Sponsoren aus der Wirtschaft gewinnen. „Das sollte eine besondere Dynamik bekommen“, sagt Lenzschau. Ein von der Stadt beschäftigter Innenstadtmanager könne ja nicht einmal so einfach Sponsoren anwerben und Gelder entgegennehmen.

Ausgeschriebene Stelle wird nur befristet sein

Wie es jetzt weitergeht, ist unklar. Die Stadt wird zeitnah eine Stelle ausschreiben. Diese ist zur Hälfte jedoch bis zum 31. März 2023 befristet. Zum Aufgabenfeld sollen laut Ratsvorlage der Verwaltung unter anderem gehören: die Fortschreibung des Integrierten Innenstadtentwicklungskonzeptes, die Umgestaltung von Wester- und Huntestraße mit geänderter Verkehrsführung sowie eine Freiraumplanung. Weiterhin wichtig sind die Installation einer Wildeshausen-App mit digitalem Stadtrundgang und einer Audio-Stadtführung für Handel und Gastronomie.  

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