Peter Petersen und Thomas Schwoll

Der etwas andere Himmelfahrts-Ausmarsch in Wildeshausen

Ein bisschen Schabernack: Thomas Schwoll (links) und Peter Petersen.
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Ein bisschen Schabernack: Thomas Schwoll (links) und Peter Petersen.

Himmelfahrtsausmarsch mal anders: Zwei unbekannte Musiker alias Peter Petersen und Thomas Schwoll, die sonst auch an Pfingsten für Schabernack sorgen, sind in Wildeshausen aktiv. „Trommel Nr. 1“ und „Bums Nr. 1“ haben nicht nur am Himmelfahrtstag einiges auf die Beine gestellt, sondern auch zum diesjährigen Gildefest noch viel vor. Sie möchten auf den traditionellen Spuren wandern und das Fest auch in diesem Jahr zum Leben erwecken – so weit das in Coronazeiten möglich ist.

Die Tradition zu erhalten, ist Petersen und Schwoll dabei besonders wichtig. Beide haben sich seit Wochen akribisch vorbereitet. Zur „Freude“ der Wildeshauser Langschläfer starteten sie wie sonst der Spielmannszug den Himmelfahrtstag und -ausmarsch frühmorgens mit einem Weckruf. Anders als sonst diesmal allerdings nur zu zweit und auch nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto. Mit Marschmusik aus der Lautsprecher-Anlage ging‘s um 5 Uhr von der alten Feuerwehr durch die Innenstadt bis zum Kreisverkehr am Friedhof.

Nachdem die Wildeshauser wachgerüttelt waren, stärkten sich die „Trommler“ bei der Gaststätte Peter Sander mit einem Frühstück. In normalen Gildefestzeiten nehmen dort rund 180 bis 200 Musiker und Feuerwehrleute ihr Frühstück ein. Ein besonderes Bild zeigte sich in der Lehmkuhle – dem traditionellen Ziel des Himmelfahrtsausmarschs.

Jede Menge Pappaufsteller vermittelten dort einen Eindruck davon, wie viel Trubel, Musik und Spaß hier sonst zu finden sind. Aufgestellt waren die Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup sowie der Spielmannszug Wildeshausen. Zu diesen Gruppen gesellte sich noch ein weiteres Pappschild mit der Aufschrift: „Der, der nicht genannt werden darf; mit dem größten Büro im Stadthaus“. Genau diesen Mann möchten Petersen und Schwoll auf ihrer Reise durch Wildeshausen gerne noch persönlich kennenlernen. „Mal sehen, ob uns ein Treffen gelingen wird“, sagten sie mit hoffnungsvoller Stimme.

Pappschilder statt Feuerwehrleute in der Lehmkuhle.

Nebenbei haben die „Trommler“ erfahren, dass der Umzug in der Lehmkuhle mit den Feuerwehren und dem Spielmannszug bereits seit den 1950er-Jahren an Himmelfahrt dazugehört. Interessiert haben sich die beiden auswärtigen Musiker besonders für die Aufstellung des Spielmannszugs. Nachdem sie die Pappaufsteller durchgezählt hatten, ergänzten sie die Reihen auf insgesamt 45 Mitglieder. Einen lebendigen Spielmannszug mit Trommel, Flöte, Becken und Lyra vermissen sie dann aber doch.

In den vergangenen Jahren wurde die Jugendfeuerwehr bei Kreienborg eingesammelt, und der Marsch mit Musik endete beim neuen Feuerwehrhaus. Dort haben die beiden Freunde auch ihren Ausklang für den Tag gefunden. Nach Himmelfahrt wird es am Pfingstsonntag mit dem Hissen der Fahne weitergehen. Bereits zur frühen Stunde wird die Stadt dann wieder mit Marschmusik versorgt. Das übliche Feuerwerk auf der Burgwiese wird zur Abenddämmerung einen leuchtenden Ersatz finden und den Tag abrunden, kündigt das Duo an.

Alles wird noch nicht verraten

Der Pfingstmontag startet für die Gildefestfans am Nachmittag mit einer süßen Erdbeer-Kuchen-Stärkung in Visbek beim Bremer-Tor. Einige Stunden später steht dann der Fackelumzug auf ihrer Agenda. Zum Pfingstdienstag gehören die Ehrungen bei der Herrlichkeit. Dieses Spektakel möchten sich die Freunde nicht entgehen lassen. Ganz alleine werden „Trommel Nr. 1“ und „Bums Nr. 1“ dabei nicht bleiben. Sie werden ihre „stillen Brüder und Schwestern“ im Schlepptau haben. „Alles werden wir noch nicht verraten. Ihr werdet es erfahren“, hielt Petersen die Spannung aufrecht.

Von der Herrlichkeit setzt sich im Anschluss ein Umzug in Richtung Innenstadt in Gang. Den Ausklang ihrer Erlebnisse zum Gildefest 2021 plant das Duo für Mittwoch nach Pfingsten mit einer ganz besonderen Parade. Dabei werden Groß und Klein eingebunden.

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