Denkmalschutz rechnet mit baldiger Sanierung/Investor hat Erfahrung

Altes Ackerbürgerhaus: „Das wird ein Schmuckstück“

Das Dach wurde nur notdürftig abgedichtet.
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Das Dach wurde nur notdürftig abgedichtet.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Knapp 240 Jahre alt ist ein Ackerbürgerhaus an der Sägekuhle 2 in Wildeshausen. Derzeit ist der Wirtschaftsteil halb verfallen (wir berichteten). Doch schon im kommenden Jahr, so die Hoffnung der Denkmalschutzbehörde, wird es nicht nur saniert sein, sondern als „ein Schmuckstück“ die Innenstadt zieren.

Nicht immer kann Stefan Effenberger, beim Landkreis für den Denkmalschutz, so optimistisch sein. Denn vielen Besitzern fehlt es an Geld, andere haben noch nicht mal die Einsicht, dass die alte Bausubstanz erhalten bleiben sollte.

Was die Immobilie an der Sägekuhle betrifft, freut sich Effenberger auf ein Sanierungskonzept, das bis Oktober vorliegen soll. „Der neue Eigentümer ist sehr zuverlässig. Er hat schon öfters als Besitzer und Auftragnehmer mit dem Denkmalschutz zu tun gehabt“, sagt er.

Der Architekt hat das Gebäude von einer Wildeshauser Familie erworben, die angesichts zu erwartender Sanierungskosten in Höhe von bis zu einer Million Euro zurücksteckte. Der neue Eigentümer soll nicht genannt werden, kommt aber aus dem Landkreis Oldenburg und identifiziert sich mit der Region und erhaltenswerter Bausubstanz.

„Wir sind sehr froh, dass wir ihn als Gesprächspartner haben“, sagt Effenberger. Schon vor Monaten wurde verfügt, das Gebäude, insbesondere das Dach, so abzudichten, dass die Witterung keinen weiteren Schaden anrichten kann. Das gelang allerdings nur unzureichend. Die installierte Plane bietet nicht genügend Schutz. „Das ist keine Dauerlösung“, weiß auch Effenberger. Vor dem Wintereinbruch müsse das Dach komplett abgedichtet werden, denn sonst nähmen darunter liegende Holzteile unwiederbringlich Schaden.

Im Rahmen einer Begehung mit den Vorbesitzern hatte sich gezeigt, dass vordringlich der Wirtschaftsbereich des Ackerbürgerhauses gefährdet ist.

Nach Einschätzung von Effenberger ließe sich eine Sanierung auch günstiger als veranschlagt realisieren. „Das hängt von der späteren Nutzung ab“, sagt er. Er freut sich, dass auch aus der Bevölkerung einige Reaktionen kamen, als das Haus immer verwahrloster aussah. „Es ist eben ein besonderes Stadthaus. Und an die Stelle gehört historische Bausubstanz.“ Der gesamte Bereich um die Alexanderkirche wird deshalb vom Denkmalschutz genau beobachtet. „Das hängen wir sehr hoch“, so Effenberger. Das habe man auch der Stadt auf die Nachfrage von Ratsfrau Kreszentia Flauger mitgeteilt.

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