Wildeshauser Gymnasium

Gut debattiert und für Familiendiskussionen präpariert

Fahren zum Regionalentscheid: Maren Müller, Lotta Matthiesen, Piet-Ole Wulf und Andrasch Jörgensen (v.l.). Foto: dr

Wildeshausen – „Soll in der Europäischen Union die Zeitumstellung beendet werden?“ und „Soll ein Schulfach ,Praktische Lebensführung‘ eingeführt werden?“ lauteten die Fragen für die Schüler des Wildeshauser Gymnasiums im Rahmen des Wettbewerbes „Jugend debattiert“.

Drei Gruppen tauschten jeweils 20 Minuten lang ihre Argumente aus. Am Ende entschied die Jury, wer das am besten getan hatte. Sie schickt aus der Sekundarstufe I Andrasch Jörgensen, Piet-Ole Wulf und Charlotte Fischer sowie für die Sekundarstufe II Lotta Matthiesen, Maren Müller und Michael Arlinghaus in den Regionalentscheid am 29. Januar in Bruchhausen-Vilsen. Dort treffen die Gymnasiasten auf Vertreter aus Sulingen, Bassum und Bruchhausen-Vilsen. Wer dort gewinnt, debattiert im Landesentscheid weiter, bekommt aber zuvor die Gelegenheit, an einem dreitägigen Rhetorik-Seminar teilzunehmen. „Das hilft einem weiter“, berichtete Anneke von Ecken, die den Juryvorsitz übernommen hatte. Sie war in den vergangenen Jahren im Regionalentscheid erfolgreich gewesen und absolviert derzeit nach dem Abitur ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Gymnasium und beim SC Wildeshausen.

Die Schüler hatten ihre Themen vor den Weihnachtsferien erhalten. Ob sie eine Pro- oder Kontra-Position beziehen mussten, erfuhren sie jedoch erst kurz vor der Debatte. Dann hatten sie noch einmal 20 Minuten Zeit, sich gezielt vorzubereiten. „Ich habe einiges im Internet recherchiert“, so Andrasch Jörgensen. Piet-Ole Wulf konnte daheim auf die Erfahrung seines älteren Bruders Jan-Henrik zurückgreifen, der vor einigen Jahren bis in den Landeswettbewerb gekommen war. Während Jörgensen die Position vertrat, dass ein Unterrichtsfach zu praktischer Lebenserfahrung nicht sinnvoll ist, weil die Schule nicht auf alles im Leben vorbereiten kann, formulierte Wulf die Gegenthese. „Schüler werden zu schnell ins Leben geworfen“, argumentierte er. So sei es sinnvoll, beispielsweise zu Altersvorsorge oder Kontenführung Ratschläge zu bekommen.

In der Debatte ist es wichtig, dem Gegenüber gut zuzuhören, exakt auf seine Argumentation einzugehen und ihm nicht in die Parade zu fahren. „Das wird nicht gerne gesehen“, so Wulf, der glaubt, dass er bei dem Wettbewerb auch für Diskussionen im Familienkreis lernen kann. „Spaß hat es auf jeden gemacht“, fanden die beiden Schüler, die nun ihr Können in Bruchhausen-Vilsen zeigen dürfen. Sie erfahren zehn Tage vorher, zu welchen drei Themen sie sich vorbereiten sollen. Erst kurz vor der Debatte erhalten sie Auskunft darüber, welche Position sie einnehmen müssen.  dr

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