Stadtverwaltung schlägt Verkürzung der Höchstparkdauer vor

Dauerparker blockieren Flächen am Friedhof

Die Höchstparkdauer ist derzeit auf zwei Stunden begrenzt.

Wildeshausen - Der Weg zu einer Beerdigung ist für die Teilnehmer an der Begräbnisfeier ohnehin schon nicht leicht. Besonders ärgerlich ist es, wenn sie in Nähe der Friedhofskapelle keinen Parkplatz finden, weil die Flächen von Dauerparkern besetzt sind. Das verstimmt Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff. Er beantragte deshalb, die Parksituation zu überprüfen.

In der Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie am Donnerstag, 26. Mai, wird sich die Politik mit der Situation am Lehmkuhlenweg im Friedhofsbereich sowie auf dem Parkplatz vor der Kapelle beschäftigen. Zur Diskussion steht, die Höchstparkdauer zu reduzieren, neue Markierungen auf die Fahrbahn aufzutragen und den ruhenden Verkehr verstärkt zu überprüfen.

„Im unmittelbaren Bereich der BBS wird teilweise sehr abenteuerlich geparkt“, stellte Temming-Hanhoff fest. „Die Abstände im Einmündungs- und Kreuzungsbereich werden nicht eingehalten und Verkehrinseln zugestellt. Durch beidseitiges Parken wird ein Durchkommen für größere Fahrzeuge unmöglich gemacht.“

Die Stadtverwaltung bestätigt in ihrer Stellungnahme den Eindruck des parteilosen Ratsherrn. Man habe die Parksituation am Lehmkuhlenweg an verschiedenen Tagen überprüft. „In den Vormittagsstunden konnte ein erheblicher Parkdruck festgestellt werden, der im Wesentlichen auf den Parkraumbedarf für den Betrieb der Berufsbildenden Schulen zurückzuführen ist“, heißt es in der Vorlage. „Sowohl der Fahrbahnrand des Lehmkuhlenweges als auch der Friedhofsparkplatz am Lehmkuhlenweg werden massiv beparkt und stehen in den Vormittagsstunden nicht für Friedhofsbesucher zur Verfügung.“

Der Parkplatz vor dem Friedhof mit 24 Einstellplätzen und zwei Schwerbehindertenparkplätzen dürfe bis zu zwei Stunden genutzt werden. Dort parkten oft auch Besucher des Kranken- und Ärztehauses. Um für die Besucher des Friedhofes aureichend Parkkapazitäten vorzuhalten, käme aus Sicht der Verwaltung die Verkürzung der zulässigen Höchstparkdauer auf eine Stunde vor der Kapelle in Betracht.

Diese Zeit reiche für den Besuch einer Beisetzung und mache den Parkplatz für Dauerparker, die in Schul- und Arbeitspausen widerrechtlich die Parkscheibe weiterdrehen, unattraktiver. Auf dem Friedhofsparkplatz am Lehmkuhlenweg mit 53 Einstellplätzen soll nach Ansicht der Verwaltung eine Höchstparkdauer von zwei Studnen zugelassen werden, um das Dauerparken einzudämmen und Parkraum für einen längeren Aufenthalt auf dem Friedhof anzubieten.

Im Falle einer Bewirtschaftung des Parkplatzes am Lehmkuhlenweg sollte nach Einschätzung der Verwaltung eine neue Grenzmarkierung auf die Straße aufgetragen werden, um ausreichende Sichtverhältnisse zwischen den querenden Fußgängern und dem Kraftfahrzeugverkehr zu ermöglichen. - dr

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