Geduld ist gefragt

Darum gilt immer noch Tempo 80 auf der A1 bei Wildeshausen

Seit rund fünf Monaten: Auf diesem Autobahnteilstück zwischen Wildeshausen und Harpstedt darf nur 80 Stundenkilometer gefahren werden.
+
Seit rund fünf Monaten: Auf diesem Autobahnteilstück zwischen Wildeshausen und Harpstedt darf nur 80 Stundenkilometer gefahren werden.

Schon seit Monaten dürfen Autofahrer auf der A1 zwischen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener nur 80 Kilometer pro Stunde fahren. Die Autobahnmeisterei erklärt, warum das so ist.

Die eigentlich temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener wächst sich allmählich zu einer nahezu unendlichen Geschichte aus. Wie berichtet, stehen dort im Bereich der ehemaligen Baustelle in Fahrtrichtung Bremen Tempo-80-Schilder mit dem Hinweis darauf, dass ein neuer Fahrbahnbelag verwendet wurde. So ganz neu ist der Belag aber nicht mehr, denn die Strecke wurde bereits vor rund fünf Monaten für den Verkehr freigegeben.

Von März bis November des vergangenen Jahres war die Betonfahrbahn des Stand- sowie des Überholfahrstreifens erneuert worden. Nach Abschluss der Arbeiten hatte die zuständige Firma vor der Freigabe der Autobahn eine Griffigkeitsmessung vorgenommen, die ergab, dass an diversen Stellen auf dem Überholfahrstreifen der Halt deutlich unter der Grenzwerttoleranz lag. „Das erforderte eine Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Kilometer 134 bis 137,5 auf 80 Stundenkilometer, da in den Wintermonaten besonders bei Nässe eine erhöhte Unfallgefahr durch Abkommen von der Fahrbahn besteht“, erklärt Horst Dietz, Leiter der Autobahnmeisterei Wildeshausen-Dötlingen. Ursprünglich sei geplant gewesen, im Februar eine erneute Messung vorzunehmen. Das sei aber wegen der niedrigen Temperaturen nicht möglich gewesen.

Längerfristige Planung nötig

Der Auftrag für eine neue Messung sei mittlerweile erfolgt. Das Unternehmen aus Duisburg müsse aber längerfristig planen, und die Temperaturen müssten für die Arbeiten ausreichend hoch sein. „Anfang bis Mitte Mai“, rechnet Dietz nun mit dem Start der Maßnahme, bei der sowohl der Stand- als auch der Überholfahrstreifen getestet werden. „Wenn die Ergebnisse gut sind, dann nehmen wir die Schilder sofort weg“, kündigt der Leiter der Autobahnmeisterei an.

Und wenn nicht? „Dann müssen weitere Maßnahmen erfolgen“, so Dietz, der darüber zunächst eigentlich lieber nicht nachdenken möchte. Denn wenn die Decke aufgeraut werden müsste, wären Verzögerungen bis in den Sommer zu erwarten.

„Glücklicherweise noch kein Unfall passiert“

Viele Autofahrer halten sich schon jetzt nicht mehr an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Das stellte die Polizei regelmäßig bei ihren Kontrollfahrten mit einem Zivilfahrzeug fest. „Glücklicherweise ist noch kein schwerer Unfall passiert“, so Dietz. Denn niemand wisse derzeit, wie griffig die Fahrbahn sei.

Mit weiteren Bauarbeiten müssen die Pendler zwischen Bremen und Osnabrück im Bereich zwischen Stuhr und Wildeshausen zunächst nicht rechnen. Nach Angaben von Dietz ist jedoch eine Grundsanierung der Strecke im Teilbereich zwischen Wildeshausen-Nord und dem in den vergangenen Jahren sanierten Bereich dringend erforderlich. „Das ist für beide Fahrtrichtungen beantragt“, sagt der Leiter der Autobahnmeisterei. „Aber mit den Ausschreibungen werden wir wegen der Finanzierungszusage wohl erst Ende des Jahres beginnen können.“

Wenn gebaut wird, dann wieder zuerst auf einer Richtungsfahrbahn, während der Verkehr komplett auf die andere Seite gelenkt wird. Anschließend kommt dann die gegenüberliegende Fahrbahn dran. Auch hier ist – wie in den vergangenen Jahren – mit monatelangen Behinderungen zu rechnen. Das Gleiche gilt später für ein Teilstück zwischen Groß Ippener und Stuhr. Dort dürfte aber wohl im nächsten Jahr noch nicht gebaut werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Israels Armee tötet hochrangigen Militärkommandeur in Gaza

Israels Armee tötet hochrangigen Militärkommandeur in Gaza

Angriff auf Tel Aviv - Hamas-Leute im Fadenkreuz Israels

Angriff auf Tel Aviv - Hamas-Leute im Fadenkreuz Israels

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Meistgelesene Artikel

Anwohner rätseln: Suche nach seltsamem Ton „Vor Bargloy“

Anwohner rätseln: Suche nach seltsamem Ton „Vor Bargloy“

Anwohner rätseln: Suche nach seltsamem Ton „Vor Bargloy“
Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen

Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen

Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen
Polizisten als Rassisten beleidigt und angespuckt

Polizisten als Rassisten beleidigt und angespuckt

Polizisten als Rassisten beleidigt und angespuckt
Unfallfluchten, Einbruch und Fäuste ins Gesicht

Unfallfluchten, Einbruch und Fäuste ins Gesicht

Unfallfluchten, Einbruch und Fäuste ins Gesicht

Kommentare