Geschwindigkeitsbegrenzung gefordert

Darum gilt beim Wanderparkplatz in Wildeshausen Tempo 100

Plädiert für Tempo 70 beim Pestruper Gräberfeld: Der Wildeshauser Jürgen Strahlberger macht sich Sorgen um die querenden Fußgänger beim Wanderparkplatz.
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Plädiert für Tempo 70 beim Pestruper Gräberfeld: Der Wildeshauser Jürgen Strahlberger macht sich Sorgen um die querenden Fußgänger beim Wanderparkplatz.

Auf der Pestruper Straße beim Wanderparkplatz beim Gräberfeld in Wildeshausen gilt Tempo 100. Damit ist nicht jeder einverstanden.

Ein älteres Paar auf dem Fahrrad überquert am Samstagmittag die Pestruper Straße, will vom Parkplatz aufs Gräberfeld. Die Frau schiebt hinterher, während der Mann vorausfährt und gerade noch ohne Zusammenstoß auf die andere Straßenseite kommt, denn ein kleiner heller Kastenwagen ist mit beachtlicher Geschwindigkeit stadtauswärts unterwegs und hätte den Senior fast erfasst.

Eine Szene, die Jürgen Strahlberger mit einem Kopfschütteln verfolgt. Der Senior ist oft am Gräberfeld, sagt er. Und immer wieder beobachte er Szenen wie die am Samstagmittag. Irgendwann hatte er genug. „Auch wenn es noch wenig Unfälle gab, warum muss man erst abwarten, bis etwas passiert?“, fragte der Wildeshauser über die Stadtverwaltung den Landkreis Oldenburg, der sich als Baulastträger um die Kreisstraße kümmert. Der sieht allerdings keinen Handlungsbedarf an dieser Stelle.

Tempo 70 gefordert

Verkehrszeichen seien nur dort anzuordnen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend erforderlich ist, teilte der Landkreis gegenüber Strahlberger mit. Insbesondere Beschränkungen des fließenden Verkehrs wie zum Beispiel Tempo-Begrenzungen dürfen nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko erheblich übersteigt. „Solche besonderen Umstände beziehungsweise besonderen örtlichen Verhältnisse sind für den Bereich nicht bekannt“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Strahlberger sieht das anders und verweist auf die häufigen Fahrbahnquerungen. Schon vor der Zufahrt zur Kuhtrade, also noch im Stadtgebiet, würden Autofahrer auf der geraden Pestruper Straße stadtauswärts häufig stark beschleunigen, habe er beobachtet. „Dann kommt der Übergang Lönsweg zum Pestruper Moor/Rosengarten, wo Radfahrer die Pestruper Straße häufig queren, dann die Zufahrt zum Wasserwerk und schließlich der Parkplatz Gräberfeld, wo sonntags der größte Andrang herrscht.“ Der Senior schlägt eine Tempo-Begrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde auf dem Abschnitt vom Ortsausgang bis hinter dem Parkplatz vor.

Schilder warnen Autofahrer vor Wanderern

Der Landkreis verweist hingegen auf die bestehende Beschilderung. Auf die Zufahrt zum Parkplatz des Pestruper Gräberfeldes werde aus beiden Richtungen mit den Verkehrszeichen „Wandererparkplatz“ hingewiesen. „Hierdurch können sich Verkehrsteilnehmer ausreichend auf Abbiegevorgänge auf den Parkplatz sowie Wanderer einstellen und gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen.“ Außerdem weist der Landkreis Strahlbergers Einschätzung der häufigen Querungen zurück. „Die Pestruper Straße ist nicht stark frequentiert und vom Parkplatz aus in beide Richtungen gut einsehbar. Die Überprüfung des Unfallgeschehens ergab ebenfalls keinen Handlungsbedarf. Somit kommt eine Geschwindigkeitsbeschränkung nicht in Betracht“, heißt es in dem Schreiben an den Rentner.

Strahlberger ist allerdings nicht der Erste, der sich für Tempo 70 an dieser Stelle ausspricht. Schon vor zwei Jahren hatte der städtische Bauamtsleiter Hans Ufferfilge gesagt, diese Begrenzung sei denkbar. Das müsse aber mit dem Kreis abgesprochen werden, dem die Straße gehört. Überhaupt gelte es abzuwarten, wie sich der Verkehr an dieser Stelle entwickelt. Hintergrund ist, dass die Stadt den Parkplatz ausgebaut hat, den besonders am Wochenende viele Wildeshauser aber auch Touristen ansteuern, um auf dem Gräberfeld spazieren zu gehen. Bei der Querung müssen sie aber aufpassen, denn fürs Erste gilt weiterhin Tempo 100 auf der Pestruper Straße.

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