Viele Böller, Raketen, Batterien und Co. gehen am ersten Verkaufstag über den Ladentisch

Damit es an Silvester ordentlich knallt

René und Niclas Deeken (von links) aus Kirchhatten freuen sich schon auf Silvester. Sie sind gut gerüstet. - Fotos: bor

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Knaller, Böller, Raketen und noch viel mehr wurden am Freitag in Wildeshauser Einzelhandelsgeschäften verkauft. Viele Kunden fiebern Silvester und dem damit verbundenen Feuerwerk bereits entgegen. Und da wird dann lieber eine Batterie zu viel als zu wenig in den Einkaufswagen gepackt, wie ein Besuch im Sonderpostenmarkt Zimmermann zeigt.

Kleine Schilder weisen den Weg zu dem Feuerwerksverkauf, der sich im hinteren Teil des Geschäfts abspielt. Dort ist auf 15 bis 20 Metern alles aufgebaut, was Lärm und Lichteffekte verursacht: von der kleinen Tischbatterie und dem Exemplar mit mehr als 100 Schuss über Raketensets bis hin zu besonders lauten Böllern und Knallern.

Und mittendrin packen Niclas Deeken (20) aus Kirchhatten, seine Freundin Gina Grütmeier (19) und Niclas‘ Bruder René (14) den Einkaufswagen voll. Schon seit Jahren fahren sie zum Großeinkauf vor Silvester nach Wildeshausen. Bis jetzt haben sie ein paar Kubische Kanonenschläge, Böller, Raketen und Batterien. „Silvester ist für mich der Höhepunkt des Jahres“, sagt René. Der 14-Jährige darf aus gesetzlichen Gründen aber noch längst nicht alles abfeuern, was sich da schon im Wagen angesammelt hat. Und während Popmusik aus den Lautsprechern dudelt, schleppen die Deekens nach und nach immer mehr Teile an. „Ich bin jetzt bei 43 Euro“, verkündet Grütmeier, die ein bisschen den finanziellen Überblick behält.

Die Kirchhatter sind nicht die einzigen Stammgäste. Eine Familie aus Duisburg schiebt gerade ihren Einkaufswagen zum Ausgang. Sie besuchen Verwandte über die Feiertage und erledigen ihren Silvestereinkauf, bevor es zurück in die Heimat geht. An der Kasse stapelt sich die Ware dann auf dem Laufband. Zwischen den Produkten für den Start ins neue Jahr finden sich nur wenige der üblichen Waren.

Auch Klaus Specht aus Neerstedt hat alle Hände voller Feuerwerk. Den größten Teil hat er schon im Internet verkauft. „Eine Batterie mit 250 Schuss für 200 Euro“, verrät er. „Die brennt leider nur eine Minute, macht aber hoffentlich eine ganze Menge Krawall am Himmel.“ Der Schlosser achtet bei seinen Käufen besonders auf die Herstellerfirma. Massenware will er nicht, sondern Produkte, deren Hersteller er kennt. Anregungen holt sich der 54-Jährige beim internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover. Dort treten renommierte Pyrotechniker aus aller Welt mehrmals im Jahr an, um den nächtlichen Himmel erstrahlen zu lassen. Von Raketen hält Specht hingegen nicht allzu viel. Hinlaufen, anzünden, wegrennen sowie nach oben schauen – und das alles für einen Knall? Da setzt er lieber auf größeres und koordiniertes Feuerwerk.

Das Ehepaar Bögershausen packt derweil Waren in seinen Einkaufswagen. Ehemann Sven (43) denkt dabei vor allem an die drei Kinder im Alter von 16 bis 19 Jahren, die gerne knallen würden. „Wenn die beim Einkaufen dabei wären, wäre der Wagen voll“, schmunzelt er. Neben mehreren Böllern sind auch Pakete mit Raketen dabei. 100 bis 120 Euro wollen die beiden Wildeshauser in das Familien-Silvester-Feuerwerk investieren. Aber davor soll es Berliner geben.

Auch in anderen Märkten der Stadt deckten sich die Bürger am Freitag, dem ersten Verkaufstag, mit Knallern, Böllern und Co. ein. Noch bis einschließlich Montag dürfen die Produkte erworben werden. Allerdings waren bei Zimmermann schon am Freitagnachmittag die ersten Artikel ausverkauft. Viele Feuerwerksfreunde haben schließlich ein Jahr lang gewartet, um sich mit frischer Ware für den Jahresauftakt einzudecken.

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