Kinderwagen und -betten besonders benötigt

„Donum vitae“ sammelt Spenden, damit Schwangere alles für ihr Baby haben

Michaela Blömer (links) und Sabine Bernhold bitten um Spenden für die Baby-Kleiderkammer von „donum vitae“. - Foto: bor
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Michaela Blömer (links) und Sabine Bernhold bitten um Spenden für die Baby-Kleiderkammer von „donum vitae“.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Wo sonst Kinderwagen und -betten stehen, ist derzeit sehr viel Platz: Deswegen ruft die Schwangerschaftsberatung „donum vitae“ an der Wittekindstraße in Wildeshausen zu Spenden für ihre Baby-Kleiderkammer auf.

Gebraucht wird vor allem Zubehör wie die eingangs erwähnten Betten und Wagen. Aber auch Decken, Schlafsäcke, Babywindeln, Maxicosis (Autositze) und Badewannen sind aktuell Mangelware – und das schon seit Längerem. Nach dem Spendenaufruf Ende vergangenen Jahres seien außergewöhnlich viele Artikel vorbeigebracht worden, berichten die Frauen der Beratungsstelle, aber dann sei der Strom an Hilfe abgeebbt. Deswegen wenden sie sich jetzt wieder an die Öffentlichkeit.

Dass das Angebot von „donum vitae“ durchaus seine Berechtigung hat, ist dem Jahresbericht zu entnehmen. Die Sozialpädagogen berieten 2017 insgesamt 329 Frauen. Und 96 Familien bekamen Ausrüstung aus der Kleiderkammer. „Das sind 96 hochschwangere Frauen, die nichts für ihr Baby hatten“, verdeutlicht Brigitte Meyer-Tönjes die Lage. Die Sozialpädagogin ist mit ihrer Kollegin Sabine Bernhold für die Beratung der Hilfesuchenden zuständig. Um die Kleiderkammer an sich kümmert sich hingegen Michaela Blömer, die ehrenamtlich bei „donum vitae“ tätig ist.

Wer die Beratung aufsucht, erfährt auch, dass die Empfänger von Sozialhilfe wegen der nahenden Geburt Anspruch auf einmalig 280 Euro haben. „Das deckt den Bedarf aber nicht ab“, betont Bernhold. „Wir sagen den Schwangeren immer: Nehmen Sie von uns, was Sie benötigen, und kaufen Sie sich den Rest“, ergänzt die Sozialpädagogin.

Viele Erstgebärende kennen die Finanzhilfen nicht

Bernhold und ihre Kollegin Meyer-Tönjes haben beobachtet, dass Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, oft keinen Überblick über die möglichen finanziellen Hilfen haben. Das Angebot der Bundesstiftung Mutter und Kind sei zum Beispiel nicht so bekannt. Die Zuschüsse sind an Einkommensgrenzen gebunden, die allerdings vor allem für Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern viel Raum lassen.

Was die Beratung von Frauen angeht, sind die „donum vitae“-Mitarbeiter auch proaktiv und in Kooperation mit der Volkshochschule auf Flüchtlinge zugegangen. Diese sowie bulgarische Frauen brauchen oft Hilfe, so Bernhold. Aber der überwiegende Anteil der hilfesuchenden Schwangerinnen habe die deutsche Staatsbürgerschaft.

Wer Babyartikel oder Geld spenden möchte, kann sich unterTelefon 04431/73220 und per E-Mail an wildeshausen@donumvitae.org an die Beratungsstelle wenden. Weitere Infos gibt es auf ihrer Internetseite:www.donumvitae-wildeshausen.de

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