Damit Neubürger mit ganz vielen Infos nach Hause gehen

Stadt Wildeshausen verteilt ab jetzt Starter-Kits bei Neuanmeldungen

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Assistentin Lena Depken und Bürgermeister Jens Kuraschinski übergeben das Starter-Kit für Neubürger an Friederike Krause und Jan Selker (von links), die nach Wildeshausen gezogen sind.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Bis jetzt erhielten Neubürger bei ihrer Anmeldung in Wildeshausen höchstens einen warmen Händedruck. Ab heute verteilt die Stadtverwaltung jedoch ein Starter-Kit, mit dem Zugewanderte Infos über Einrichtungen wie das Krandelbad, aber auch die Blühmischung „Wilde Wiese“ erhalten.

„Wir haben schon länger diskutiert, wie wir unsere Neubürger begrüßen können“, verrät Bürgermeister Jens Kuraschinski, der seine Assistentin Lena Depken beauftragte, sich Gedanken zu einem Willkommenspaket zu machen. Herausgekommen ist das Starter-Kit, das bekannte Infos wie den Abfallkalender, eine Stadtkarte und den Flyer vom Krandelbad mit einer eigens zusammengestellten Broschüre zur Kreisstadt verbindet. Diese 27-seitige „Neubürgerinformation“ enthält Angaben über die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung von A wie Abwasserbeseitigung bis W wie Wirtschaftsförderung. Die Blühmischung und der Wildeshausen-Aufkleber fürs Auto runden das Paket ab. „Es ist einfach eine nette Geste, damit der Neubürger nicht mit leeren Händen nach Hause geht“, sagt Kuraschinski.

Zwischen dem 1. August 2017 und dem 31. Juli 2018 gab es rund 1 530 Zu- und etwa 1 360 Wegzüge aus Wildeshausen. Die Stadt wächst also und zählte im Mai dieses Jahres 20 500 Einwohner. Und jeder der neuen Bürger soll sich hier wohlfühlen, so hofft es zumindest Kuraschinski. Die Empfänge, die früher für Neubürger ausgerichtet wurden, seien nicht mehr genügend nachgefragt worden, so der Bürgermeister. Deswegen musste jetzt etwas Neues her.

Broschüre soll erweitert und aktualisiert werden

Als erste durfte Friederike Krause (46) aus Hamburg das Starter-Kit am Dienstag im Stadthaus in Empfang nehmen. Die Ergotherapeutin ist der Liebe wegen in die Kreisstadt gezogen. Ihr Partner Jan Selker (50) kam aus Lohne nach Wildeshausen. Er lebt seit anderthalb Jahren hier und ist schon Mitglied der Schützengilde.

Künftig plant die Verwaltung, das Willkommenspaket zu erweitern und bei Bedarf zu aktualisieren. Neue Entwicklungen wie die Aufspaltung der CDU-Fraktion in CDU und CDW sind zum Beispiel bereits in der Informationsbroschüre verarbeitet. Da die Stadt mit keinem Verlag zusammenarbeitet, kann sie flexibel reagieren und Zugewanderte stets mit aktuellen Infos über die Stadt und ihre Angebote versorgen. Für Bürger, die einen Migrationshintergrund haben, gibt es das Heftchen auch in anderen Sprachen als Deutsch. Zum Beispiel Arabisch für Flüchtlinge.

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