Der Landkreis schafft für 250 000 Euro mobile Endgeräte für einen möglichen Lockdown der Schulen an

Damit kein Schüler verloren geht

Im Gespräch: Maik Ehlers vom Schulamt, Medienberater Matthias Ottmann und BBS-Rektor Jens Haar (v. l.).
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Im Gespräch: Maik Ehlers vom Schulamt, Medienberater Matthias Ottmann und BBS-Rektor Jens Haar (v. l.).

Wildeshausen – Gerade als FDP-Kreistagsmitglieder die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen am Dienstagnachmittag besuchten, lief die Nachricht über den Ticker: Im Nachbarlandkreis Cloppenburg werden in der Stadt Löningen Schulen geschlossen, weil es in den vergangenen Tagen viele Coronafälle in dem Ort gab. Dieser Gefahr ist sich auch der Landkreis Oldenburg bewusst, der – auch auf Betreiben der FDP – einiges getan hat, damit das Homeschooling besser läuft als vor den Sommerferien. Damals seien rund 30 Prozent der Schüler nicht erreicht worden, schätzt BBS-Rektor Jens Haar. Damit das nicht wieder passiert, rüsten sich die Schulen und Lehrer schon jetzt.

Konkret hat der Kreis an den BBS zwei Stellen für System-Administratoren geschaffen, eine dritte kommt Anfang 2021 dazu. Die Mitarbeiter sollen Strukturen schaffen, um die mobilen Endgeräte der Schüler zu verwalten. „Wir fangen bei null an“, betonte Schulamtsleiter Maik Ehlers. Später sollen alle Schulen in Kreis-Trägerschaft betreut werden. Dabei ist die Aufgabe gar nicht so einfach, denn die Geräte müssen bestimmten Anforderungen entsprechen. So muss zum Beispiel für Prüfungen eingestellt sein, dass einige Funktionen deaktiviert sind.

Allerdings bleibt ein anderes Problem: Nicht jeder Schüler verfügt über ein Endgerät oder einen schnellen Internetanschluss. „Es geht um die Infrastruktur. In Colnrade und Harpstedt, dort bricht das Netz zusammen. Dort haben wir Schüler verloren, die nicht an Video-Konferenzen teilnehmen konnten“, sagte Haar.

Der Kreis hat auf das Problem reagiert und baut das schnelle Internet aus, was allerdings lange dauert. Gleichzeitig werden ab dem 1. Oktober für 250 000 Euro mobile Endgeräte angeschafft, die im Bedarfsfall an die Schüler ausgeliehen werden, die zu Hause keine derartigen Möglichkeiten haben. Das Geld stammt aus Fördermitteln. Ehlers hofft, dass die Geräte schnell zur Verfügung stehen, weiß aber auch, dass der Markt zurzeit schwierig ist. Auf eine Ausschreibung hatte sich gar keine Firma beworben, sodass der Kreis gezielt auf mehrere bekannte Unternehmen zugehen musste, von denen sich dann eines bereit erklärte, den Auftrag zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang sprachen die FDP-Vertreter auch den Digitalpakt an. Rund die Hälfte der für die Kreis-Schulen insgesamt verfügbaren drei Millionen Euro sind abgerufen beziehungsweise beantragt worden. Der Rest soll möglichst bald folgen.  bor

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