CDW beantragt neue Stationen

Damit es mehr Ladesäulen in Wildeshausen gibt

Ladesäulen für Elektroautos wie hier am Gildeplatz sind laut CDW noch zu selten in Wildeshausen.
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Ladesäulen für Elektroautos wie hier am Gildeplatz sind laut CDW noch zu selten in Wildeshausen.

In der Stadt Wildeshausen gibt es zu wenig Ladesäulen für Elektro-Autos und -Fahrräder. Das findet die CDW und beantragt, dass neue Stationen errichtet werden.

In Reaktion auf einen Antrag der CDW-Fraktion hat die Stadt Wildeshausen skizziert, wie zusätzliche Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder errichtet werden könnten. Das Thema soll morgen ab 18.15 Uhr im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt im Rathaus besprochen werden.

Modell eins: Ein Dienstleister baut die Infrastruktur auf und betreibt sie. Sämtliche Kosten für Erschließung, Erstellung, Wartung und Unterhalt liegen bei dem Unternehmen, das dafür einen über mehrere Jahre gültigen Vertrag mit der Stadt abschließt. Je Ladesäule wäre dann eine monatliche Gebühr an den Betreiber zu entrichten.

Modell zwei: Ein Dienstleister erstellt für die Stadt Ladesäulen und betreibt sie. Die Säulen sind aber Eigentum der Stadt. Die Wartung sowie Reparatur und Instandhaltung liegen damit ebenfalls in der Verantwortung der Kommune. Die reinen Baukosten einer Säule betragen aktuell rund 14 600 Euro zuzüglich der Erschließungskosten.

Modell drei: Ein Dienstleister erstellt, finanziert und betreibt Ladesäulen. Die Laufzeit des abzuschließenden Vertrages beträgt zum Beispiel zehn Jahre. Erstellung, Erschließung, Wartung und Betrieb liegen beim Dienstleister.

Für Fahrrad-Ladesäulen bietet sich nach Einschätzung der Stadt der Ankauf in Eigenregie an, weil es nach erster Recherche keine Betreibermodelle gibt. Außentaugliche Ladesäulen finden sich am Markt im Wesentlichen in zwei Konzeptionen. Mit frei zugänglichen Schuko-Steckern/USB-Verbindungen und geringem Platzbedarf für 1 450 Euro (zwei Anschlüsse) oder 1 800 Euro (vier Anschlüsse) zuzüglich Netzanschluss und Installation. Wenn die Stromversorgung über Fotovoltaik gewünscht ist, kosten die Säulen zwischen 5 500 und 6 000 Euro.

Förderung bis zu 80 Prozent

Eine Alternative dazu sind Ladestationen mit Schließfächern, in denen die Fahrradakkus vorübergehend deponiert und geladen werden können. Die Räder können derweil an der Säule angeschlossen werden. Allerdings ist der Platzbedarf dieser Variante höher. Eine Station mit zwei Anschlüssen kostet derzeit rund 5 300 Euro, mit vier Anschlüssen werden 7 500 Euro fällig.

Während diese Investitionen vom Bund nicht bezuschusst werden, gibt es bei Ladesäulen für Autos durchaus attraktive Fördergelder. Bis zu 4 000 Euro oder 80 Prozent der Kosten sind bei normalen und gar 16 000 Euro bei Schnell-Ladesäulen drin. Aber: „Die Ausgaben für die Beschaffung müssen im Zusammenhang mit dem Kauf entstanden sein; insbesondere Leasing und Miete sind damit ausgeschlossen“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Wie auch immer, aktuell stehen so oder so keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Die Gelder müssten im Etat bereitgestellt werden.

Stadt will mit Betreibern sprechen

Die Stadtverwaltung schlägt in Anbetracht der genannten Modelle vor, das Gespräch mit möglichen Betreibern zu suchen und zu klären, welche Ladesäulen für die Stadt kostenfrei betrieben werden können. Also ermitteln, wo sowieso ein marktwirtschaftliches Interesse besteht. Parallel dazu soll soweit möglich und erforderlich, ein Förderantrag gestellt werden, der Standorte abdeckt, die einen Betreiber nicht locken würden.

CDW-Ratsfrau Gudrun Brockmeyer, die den Antrag gestellt hat, hofft auf eine zügige Entscheidung, da das Fördergeld des Bundes nach dem Windhundprinzip vergeben werde. Möglichkeiten beziehungsweise Bedarfe gibt es in ihren Augen in Wildeshausen mehr als genug. So seien aktuell nur rund 20 Ladestationen für Autos in Betrieb. Damit sei die Stadt noch nicht gut genug auf die wachsende Elektromobilität vorbereitet.  bor

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