Gelder für Menschen in der Eifel gesammelt

Damit die Helfer weitermachen können: Fritz Rietkötter aus Wildeshausen spendet 6.000 Euro für Hochwasser-Opfer

Schutz vor der Witterung bietet das Dach über einer Werkstatt in Walporzheim in der Eifel. Dort reparieren die Helfer Autos und Maschinen. Fritz Rietkötter freut sich, dass seine Hilfe ankommt.
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Schutz vor der Witterung bietet das Dach über einer Werkstatt in Walporzheim in der Eifel. Dort reparieren die Helfer Autos und Maschinen. Fritz Rietkötter freut sich, dass seine Hilfe ankommt.

Starke Leistung: Fritz Rietkötter aus Wildeshausen hat 6.000 Euro Spenden für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe vor drei Monaten in der Eifel gesammelt.

Heute ist es drei Monate her, dass ein Hochwasser Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verwüstet hat, darunter auch in Walporzheim in der Eifel. Und auch wenn die Katastrophe in der Öffentlichkeit nicht mehr so präsent ist, verlangt der Wiederaufbau den betroffenen Menschen vieles ab. Aber sie sind nicht allein.

Viele Leute haben Geld gespendet, darunter auch Fritz Rietkötter aus Wildeshausen. Mittlerweile sind 6 000 Euro (Geld und Materialwert) zusammengekommen. „Da die Familie meiner Frau aus der Eifel kommt, ist das Helfen für mich natürlich eine Herzensangelegenheit“, sagt er, wohl wissend, dass sein Engagement und das vieler anderer Menschen noch Jahre dauern könnte.

„Helfen ist für mich eine Herzensangelegenheit“

Die Flutkatastrophe hat Walporzheim an der Ahr hart getroffen. Das Wasser flutete den Ort über die Ahr sowie die naheliegende Bundesstraße, die wie ein Flussbett wirkte, berichtet Rietkötter, der das Krisengebiet aus eigener Erfahrung kennt. Etwa 80 Prozent der Häuser wurden beschädigt. Das Wasser stand rund sieben Meter hoch in dem kleinen Örtchen.

„Man schätzt offiziell, dass die Flutfolgen in rund zehn Jahren erledigt sind. Wer einmal vor Ort war, wird schnell begreifen, dass selbst die doppelte Zeit noch zu wenig ist“, sagt der Wildeshauser. Von den 64 Brücken über die Ahr seien 60 zerstört worden. Und so unkompliziert wie angekündigt sei die Fluthilfe von Bund und Ländern lange nicht. Rietkötters Schlussfolgerung: „Es wird noch sehr viel Unterstützung benötigt. Und ich versuche zu helfen, um diese zu realisieren.“

Über Spenden war es auch möglich, eine 2 000-Liter-Ölauffangwanne anzuschaffen.

Zurzeit werde die Hilfe von außen sogar noch stärker benötigt, sagt Rietkötter. „Aufgrund der jahreszeitlich bedingt einsetzenden Schlechtwetterlage werden die Sorgen und Nöte der Betroffenen und Helfer wieder deutlich größer.“ Deswegen habe die Helferwerkstatt Walporzheim eine konkrete Spendenbitte ausgesandt. Dringend benötigt wurden Konstruktionshölzer für ein Dach, unter dem vor der Witterung geschützt gearbeitet werden kann. Dort werden Fahrzeuge aller Art wieder zum Laufen gebracht sowie Maschinen repariert – bis jetzt mehr als 400 Mal.

Baustoff-Mangel trifft die Helfer

„Der Mangel bei Baustoffen ist bekanntlich weiterhin ein großes Thema, weshalb die Dachkonstruktion schwierig war“, so der Wildeshauser, der in der Holzgroßhandelsfirma Karl Ahmerkamp in Vechta arbeitet. Rietkötter ist es gelungen, die benötigten 17 Träger von je 13 Metern Länge über sein berufliches Netzwerk als Spende auf den Weg nach Walporzheim zu bringen. Dort haben örtliche Zimmerleute und Dachdecker das Dach gerichtet. „Ich war jetzt selber wieder in Walporzheim und habe das Dach sowie die darunter laufenden Arbeiten besichtigt. Im Rahmen dessen habe ich zudem eine zertifizierte 2 000-Liter-Ölauffangwanne übergeben, die ebenfalls durch Spenden realisiert wurde“, freut sich der Wildeshauser. Diese schütze jetzt das Erdreich unter einer Öl- und Sprittankanlage.

Immer noch würden Spenden benötigt. Hierbei handelt es sich um spezielle Ausrüstungsgegenstände für die Werkstatt und Kanonenöfen gegen die Winterkälte, so Rietkötter. Eigens für diesen Zweck wurde eine Wunschliste eingerichtet, wo die Gegenstände als Spende gekauft und direkt zur Helferwerkstatt geschickt werden (Infos per E-Mail an werkstatt-aw@web.de). Eine andere Möglichkeit ist, dass sich interessierte Spender direkt an Rietkötter wenden. Er verspricht, es für die aktuell am dringendsten benötigten Produkte zu verwenden. Kontakt: E-Mail fritzrietkoetter@web.de oder Telefon 0171/8672099.

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