Artenreiche Flächen sollen verbunden werden

Damit Biotope nicht alleine dastehen

+
Natur so weit das Auge reicht: Biotope wie diese sollen verbunden werden, um den Austausch der Arten zu fördern.

Landkreis - Es gibt sie in vielen Ecken im Landkreis Oldenburg: artenreiche Flächen und Biotope, die jedoch oft durch Straßen oder intensiv bewirtschaftete Felder isoliert sind. Darunter leidet der Austausch der Pflanzen und Tiere. Langfristig könnten sogar ihre Überlebensmöglichkeiten schwinden, schließlich schwimmen sie genetisch gesehen im eigenen Saft und sind so anfälliger für Krankheiten.

Doch nun ist ein auf drei Jahre angelegtes und rund 350.000 Euro teures Projekt angelaufen, das einzelne artenreiche Flächen in den Kreisen Oldenburg, Ammerland und Wesermarsch miteinander verbinden soll.

Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen (Ovelgönne), die Landwirtschaftskammer, die Carl-von-Ossietzky-Universität und der Naturschutzbund Oldenburger Land (alle drei in Oldenburg) haben sich zusammengetan, um mithilfe von Deichen, Dämmen und Wegrändern wertvolle Areale so miteinander zu vernetzen, dass ein Verbund von Grünland entsteht. Konkret geht es um die Förderung von Pflanzen, Schmetterlingen und Heuschrecken.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg wurden mehrere Kernflächen festgelegt, die artenreich sind und Teil des Biotopverbunds werden sollen. Mathias Paech ist im Grünlandzentrum für die Umsetzung zuständig und will noch nicht so recht damit herausrücken, wo die Areale liegen. Erst gelte es, die Besitzer zu kontaktieren, bittet er um Verständnis. Die Gespräche sollen Ende dieses Monats anlaufen. Auch die Ortslandvolkverbände würden eingebunden.

Uni Oldenburg soll Erprobung durchführen

Wie genau die Biotope verbunden werden, damit Schmetterlinge und Co. den richtigen Weg finden, müsse noch herausgefunden werden, sagt Paech. Das ist der Job der Uni Oldenburg, deren Wissenschaftler ein paar Testpflanzen gezogen haben, die sie nun gerne in der Natur erproben würden. Das geht los, sobald die Besitzer der Kernflächen grünes Licht geben und versuchsweise Verbindungen zwischen den artenreichen Arealen angelegt werden können, zum Beispiel mit Blühstreifen an Wegen und Gewässern.

Das Projekt, das Anfang 2021 enden soll, wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt, die mit 250.000 Euro den Löwenanteil des Budgets aufbringt, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Die DBU setzt sich für innovative Umweltschutzprojekte ein. Der unvermindert anhaltende Artenrückgang sei wie der Klimawandel eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit, so DBU-Präsident Alexander Bonde.

bor

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

Die Anreise-Welle rollt - das Hurricane-Gelände ist geöffnet

Die Anreise-Welle rollt - das Hurricane-Gelände ist geöffnet

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon

Von der Leyen auf Partnersuche im Pentagon

Scharfe Schnappschüsse: Bei der WM geht es heiß her - Fans zeigen viel Haut 

Scharfe Schnappschüsse: Bei der WM geht es heiß her - Fans zeigen viel Haut 

Meistgelesene Artikel

„Abikropolis“: Abistreich am Wildeshauser Gymnasium 

„Abikropolis“: Abistreich am Wildeshauser Gymnasium 

312 000 Euro Erlös für ehemaligen Kindergarten

312 000 Euro Erlös für ehemaligen Kindergarten

Nordmann plant Braugasthaus in der Villa Knagge

Nordmann plant Braugasthaus in der Villa Knagge

81-Jähriger wird bei Kollision mit Lkw eingeklemmt und schwer verletzt

81-Jähriger wird bei Kollision mit Lkw eingeklemmt und schwer verletzt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.