Allgemeinverfügung des Landrates

Coronavirus: Landkreis Oldenburg wird zum Risikogebiet - kritische Obergrenze gerissen

Viele positive Tests: Der Landkreis hat die kritische Grenze zum Risikogebiet überschritten. 
Symboloto: dpa
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Viele positive Tests: Der Landkreis hat die kritische Grenze zum Risikogebiet überschritten. Symboloto: dpa

Der Landkreis Oldenburg hat die kritische Grenze von 50 Neuinfizierten auf 100 .000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Somit gilt die Region nun offiziell als Risikogebiet.

Wildeshausen – Der Landkreis Oldenburg hat nach eigenen Erhebungen Stand Freitag um 12 Uhr festgestellt, dass die kritische Grenze von 50 Neuinfizierten auf 100 000 Einwohner bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten wurde. Somit gilt die Region nun offiziell als Risikogebiet.

Der kritische Wert beträgt aktuell 52,71. Weil auch die Tendenz keine Besserung verspricht, hat die Kreisverwaltung gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die ab Sonnabend in Kraft tritt. Diese ist notwendig, weil die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Bevölkerung 50 oder mehr Fälle je 100 000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen betragen hat.

Folgende Regeln gelten ab morgen im gesamten Kreisgebiet: Bis auf Weiteres gilt für private Zusammenkünfte oder Feiern, egal ob in der eigenen Wohnung oder anderen eigenen geschlossenen Räumlichkeiten oder auf eigenen oder privat zur Verfügung gestellten Flächen unter freiem Himmel eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen.

Für private Zusammenkünfte und Feiern, die an öffentlich zugänglichen Orten, auch in außerhalb der eigenen Wohnung zur Verfügung gestellten Räumen und in gastronomischen Betrieben, stattfinden, ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 25 Personen begrenzt.

Fokus auf private Feiern

„Wir fokussieren uns zunächst auf die Personenanzahl bei privaten Zusammenkünften jedweder Art. Natürlich behalten wir uns mit Blick auf die Entwicklung der Lage weitere Maßnahmen vor“, so Landrat Carsten Harings. „Ich appelliere aber weiter an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Es sollen und müssen alle an die AHA-Regeln denken und nach Möglichkeit auf nicht wirklich notwendige soziale Kontakte verzichten. Die Teilnahme der Bürger besteht in großen Teilen aus Achtsamkeit und Rücksicht.“

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen im Landkreis Oldenburg hat um 18 zugenommen und beträgt aktuell 669 bestätigte Fälle (inklusive genesener und verstorbener Personen) einer Covid-19-Erkrankung, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2. Von der Gesamtzahl 669 gelten 518 Personen wieder genesen. Elf Personen sind verstorben. Somit gibt es aktuell 140 registrierte mit dem Coronavirus infizierte Bürger. In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 895 Menschen.

70 Infektionen im Umfeld der Fleischbranche

Mittlerweile rund 70 Infektionen lassen sich nach Angaben des Landkreises der Fleisch- und Schlachtbranche zuordnen, die übrigen Fälle jedoch sind diffus in der Bevölkerung gestreut. „Dies vermutlich auch weiter mit steigender Tendenz“, so Pressesprecher Oliver Galeotti.

Bei den 140 Infizierten handelt es sich um Personen aus den Gemeinden Dötlingen (2), Ganderkesee (20), Großenkneten (73), Hatten (7), Hude (6) und Wardenburg (1), der Samtgemeinde Harpstedt (5) sowie der Stadt Wildeshausen (26).

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