Kein neuer Schaffer

Gildefest 2020 abgesagt: Risiko wegen Coronavirus zu groß

Kein Ausmarsch in diesem Jahr: Das Gildefest 2020 ist abgesagt. ARCHIVFoto: bor
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Kein Ausmarsch in diesem Jahr: Das Gildefest 2020 ist abgesagt.

Wildeshausen – Viele hatten es befürchtet, doch manch einer hatte noch gehofft, dass es nicht so weit kommen würde. Nun ist es amtlich: Das Gildefest 2020 fällt komplett aus. Das gaben die Wildeshauser Schützengilde und die Stadt am Montag bekannt. Angesichts der Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie sei es unverantwortlich, das Fest mit einigen Zehntausend Besuchern während der Pfingsttage abzuhalten, hieß es in einer Pressemitteilung.

„Wir sind uns der Auswirkungen und Konsequenzen des Coronavirus bewusst“, so General und Bürgermeister Jens Kuraschinski. „Insoweit wollen wir als Wildeshauser Schützengilde verantwortungsbewusst agieren und unseren Beitrag zur Verlangsamung der Virusausbreitung in der Bevölkerung leisten.“

„Die unbefristete Rechtslage, wonach Großveranstaltungen verboten sind, ist inhaltlich völlig richtig und selbstverständlich auch für uns bindend“, so Gildeoberst Willi Meyer. „Der Höhepunkt der Corona-Pandemie wird von den Experten gerade zum Pfingstfest hin prognostiziert. Insoweit haben wir uns entschlossen das Gildefest abzusagen.“

Oberst Meyer: Rechtslage in Corona-Krise bindend

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber das Risiko ist für alle Beteiligten zu groß“, so Meyer weiter zu unserer Zeitung. Zudem bräuchten alle mit dem Fest befassten Personen und Firmen Planungssicherheit für die Zeit vom 30. Mai mit dem Gastkönigsschießen bis zum Kinderschützenfest am 7. Juni. „Das geht bei den Musikkapellen los und endet nicht beim Veranstalter Kühling sowie den Gästen aus den Wildeshauser Partnerstädten“, betonte Meyer. „Wir sind hier kein Eiland, das sich schützen kann“, bekräftigte der Oberst und nannte deutlich größere Veranstaltungen im Juni und später, die bereits wegen des Coronavirus abgesagt wurden – so die Kieler Woche oder die French Open.

„Wir appellieren nun an alle Gildeclubs, diese Entscheidungen sehr ernst zu nehmen, gerade was die eigenständig angesetzten Frackproben betrifft“, appelliert Kuraschinski.

Am Pfingstdienstag keine Beförderungen

Als Konsequenz aus der Gildefest-Absage wird es in diesem Jahr auch keine Schafferwahl und -proklamation geben. Somit ist auch keine Nachfolge im Offizierskorps möglich. „Wir setzen die Beförderungen aus“, so Meyer. „Alles bleibt beim Status quo.“

Damit dürfte das Schafferpaar Philipp und Birte Hogeback in die Geschichte eingehen als das einzige Paar der Neuzeit, das zwei Jahre lang in diesem Amt aktiv ist, bevor Philipp Hogeback zum Fähnrich ernannt wird. Das traditionelle Schaffermahl im Rathaussaal war wegen der Corona-Pandemie ebenfalls abgesagt worden. Dort hätten sich am Mittwoch rund 150 geladene Gäste versammelt.

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