Oldtimer starten vom Wildeshauser Marktplatz aus zu einer Ausfahrt

„Corona stoppt keine Treckerfahrer“

Los geht’s – zunächst in Richtung Gildeplatz.
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Los geht’s – zunächst in Richtung Gildeplatz.

Wildeshausen – Sie waren am Sonntag in der Mittagshitze nicht zu überhören – und kamen nun schon im zehnten Jahr hintereinander in die gute Stube Wildeshausens. Bis 14.30 Uhr rollten 24 Trecker-Oldtimer auf den Marktplatz. Einen von insgesamt drei angehängten Kremserwagen hatte Gastronom Holger Munke vor vier Jahren von Texel, der größten Nordseeinsel der Niederlande, abgeholt. „Da bin ich mit 25 km/h hingefahren“, erinnerte er sich. Als Exot bei der Ausfahrt dabei: der Unimog 411, Baujahr 1960, von Linda Brengelmann. Mit den Schleppern und Kremserwagen ging es zu einem Privathof nahe Rechterfeld, wo ein Kaffeetrinken geplant war.

„Corona stoppt keine Trecker“, so Holger Munke, Besitzer von mehreren Oldtimern und Betreiber der Gildestube in Wildeshausen, wo der Konvoi am Abend zum Grillbüfett vorfuhr. Allerdings hatte er sich zusammen mit den anderen Organisatoren des Treffens, Jürgen Michelbrand und Linda Brengelmann, einen genauen Plan zurechtgelegt, der mit den aktuellen Corona-Richtlinien in Einklang zu bringen ist. In den Kremserwagen durften nur jeweils zehn Personen mit Abstand sitzen, und auch sonst mussten die Kontaktbeschränkungen natürlich eingehalten werden.

Seinen Ursprung hat das Treffen aus den Jahren, als Munke noch Wirt im „Franziskaner“ an der Bahnhofstraße war. Damals trafen sich in der urigen Kneipe jede Menge Stammtische. „Auch der Treckerveteranenclub aus Lüerte war da“, erinnert sich Munke. „Und die haben mich gefragt, warum ich nur Motorradausfahrten organisiere, wenn ich doch auch Trecker-Oldtimer besitze.“

Wer Munke kennt, weiß, dass er schnell zur Tat schreitet. Er rief eine Tour ins Leben, an der schon beim ersten Mal 26 Fahrzeuge teilnahmen. In den folgenden Jahren wurden es immer mehr.. Doch grundsätzlich dürfen an einer solchen Ausfahrt nur 30 Schlepper teilnehmen, wenn die Veranstaltung nicht extra angemeldet werden soll. „Wir vermeiden große Straßen“, so Munke. „Es ist auch viel schöner, einfach über die Dörfer zu fahren.“ Im Laufe der Jahre haben die Teilnehmer verschiedene Ziele in der näheren Umgebung besucht. So ging es mit rund sechs Stundenkilometern im Durchschnitt beispielsweise zu Bauer Uwe und seiner Frau Iris nach Grad, zur Swingolfanlage nach Iserloy oder zum Melkhus in Hackfeld. Interessant ist für Munke auch, dass er Teilnehmer jeden Alters anspricht. „Heute sind Leute im Alter von 18 bis 90 Jahren dabei“, erzählt er. Die vorgefahrenen Landmaschinen hätten Baujahre von 1958 bis 1972.

Nach einer halbstündigen Standzeit auf dem Marktplatz setzten sich die Trecker in Bewegung. Schließlich sollte der Kaffee in Rechterfeld nicht kalt werden.  dr

Die Trecker sind auf dem Marktplatz in Wildeshausen in Position gebracht: Holger Munke (links) kann das ersehnte Startsignal geben.
Ein freundliches Winken – da betätigt sich der Kameraauslöser ja fast von selbst.

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