Landkreis Oldenburg kann hohen Inzidenzwert nicht nachvollziehen

Corona: Land vermeldet Höchstwert

Die Inzidenzkarte des Landes Niedersachsen.
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Extrem hoher Inzidenzwert in der Statistik des Landes. Der Landkreis Oldenburg kann das nicht bestätigen.

Landkreis – Wer am Dienstagvormittag auf die Inzidenzkarte des Landes Niedersachsen geschaut hat, dürfte geschockt sein bei den Zahlen, die für den Landkreis Oldenburg vermeldet werden. Laut Statistik gibt es hier eine kumulative Sieben-Tages-Inzidenz von 236,1. Das ist niedersachsenweit der Spitzenwert. Zudem wurden laut Land Niedersachsen innerhalb von 24 Stunden 103 Neuinfektionen registriert. Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet die Statistik 46 Tote.

Beim Landkreis Oldenburg quittiert man diese Werte nur noch mit Kopfschütteln. „Wir haben bei unseren internen Berechnungen nie einen solchen Inzidenzwert festgestellt“, erklärte Pressesprecher Oliver Galeotti auf Nachfrage.

Höchster Wert lag unter 200

Der höchste Wert sei in der vergangenen Woche mit 199,2 erreicht worden. Seitdem sinke die Quote von Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner wieder. Derzeit, so Galotti, liegen die kreisinternen Berechnungen mehr als 75 Prozentpunkte unter dem Wert des Landes.

Auch die Zahl der Neuinfektionen deckt sich überhaupt nicht mit denen des Landkreises. Dieser meldet die aktuellen Daten zwar ans Land weiter. Dort werden sie aber möglicherweise nicht so kontinuierlich eingepflegt. Wenn dann mehrere Tage zusammengerechnet und in die Statistik eingearbeitet werden, steigt die Zahl deutlich stärker als bei der täglichen Aufzeichnung des Gesundheitsamtes des Landkreises. Diese kreisinternen Zahlen werden aber seit einigen Wochen nicht mehr veröffentlicht, weil sie nicht Grundlage von neuen Verordnungen sein dürfen.

Land vermeldet sechs Tote mehr

Große Unklarheit herrscht auch, wie das Land Niedersachsen auf 46 bestätigte Tote in Zusammenhang mit Corona kommt. Die Landkreisstatistik weist 40 Tote auf. Bei zwei Personen kann der Tod in Verbindung mit Corona noch nicht vermeldet werden, weil die Totenscheine noch nicht vorliegen.

„Wir wollen das zweifelsfrei haben“, so Galeotti, der zudem davor warnt, angesichts von hohen Inzidenzzahlen in Panik zu verfallen. Die Entwicklung werde ganz genau beobachtet und es gebe derzeit keinen Grund, über Ausgangsbeschränkungen oder weitere Maßnahmen nachzudenken. Man müsse, so Galeotti, derzeit mit hohen Zahlen leben. Aber es mache keinen Sinn, sich täglich mit neuen „Rekordzahlen“ zu beschäftigen.

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