Elternräte kritisieren schlechte Quarantäne-Überwachung

„Corona-Kontrollen verstärken“

Lernen daheim: Manche Kinder waren in diesem Jahr bislang nur zehn Wochen in der Schule.
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Lernen daheim: Manche Kinder waren in diesem Jahr bislang nur zehn Wochen in der Schule.

Landkreis – Der Elternrat des Landkreises Oldenburg, der Stadtelternrat von Wildeshausen und der Gemeindeelternrat der Gemeinde Großenkneten haben sich vor wenigen Tagen mit einem offenen Brief an Landrat Carsten Harings sowie die Bürgermeister von Wildeshausen, Großenkneten und Wardenburg gewandt. Darin fordern Carsten Kahnert (für den Kreiselternrat), Ralf Menke (Wildeshausen) und Nicole Ziegler (Großenkneten) die Hauptverwaltungsbeamten auf, in Anbetracht der hohen Inzidenzwerte in den Gemeinden die Corona-Kontrollen zu verstärken.

„Insbesondere bei der Einhaltung der Quarantänemaßnahmen und der privaten Kontaktbeschränkungen“ sei das nötig, heißt es von den Elternvertretern. „Es hat leider den Anschein, dass die Mitarbeiter der Fleisch- und Geflügelschlachtereien für die hohen Inzidenzwerte mitverantwortlich sind. Aus unserer Sicht ist es nur so zu erklären, dass insbesondere Wildeshausen und Dötlingen einen Wert über 200 hatten, während andere Gemeinden unter 100 liegen.“

Die Unterzeichner sehen nach eigenen Angaben das Verschulden allerdings nicht nur im Verhalten der Beschäftigten. „Uns ist klar, dass es den Mitarbeitern aufgrund der prekären Wohnraumsituation oft nicht möglich ist, sich räumlich zu isolieren. Weiterhin werden auf den Fahrten von den Unterkünften zu den Betriebsstätten oder Einkaufsgelegenheiten die Abstandsregeln und die Maskenpflicht zum größten Teil missachtet.“

Freie Hotelkapazitäten nutzen?

Hier seien die Behörden und die Unternehmen gefordert, gegebenenfalls unter Einbeziehung der örtlichen Hotelkapazitäten, für entsprechende Voraussetzungen bei der Wohnsituation zu sorgen. „Die Unterzeichner sind sich einig in der Auffassung, dass die Kinder des Landkreises Oldenburg nicht darunter leiden dürfen, dass die angeordneten Maßnahmen nicht kontrolliert werden“, heißt es in dem Schreiben. „Den Schülern wird das Recht auf Bildung im Präsenzunterricht vorenthalten, da die Zahlen trotz Lockdown und Schulschließungen nicht sinken.“

Kahnert, Menke und Ziegler gehen davon aus, dass  die Zahl der registrierten Coronafälle durch die Testpflicht in den nächsten Tagen weiter ansteigen wird. „Das Schuljahr nähert sich dem Ende. Einige Kinder waren nicht mehr als zehn Wochen in der Schule. Wir müssen Ihnen nicht erklären, welche Auswirkungen das auf die Entwicklung der Kinder haben kann und teilweise bereits hat“, schreiben die Elternvertreter. Man erwarte, dass Polizei und Ordnungsämter deshalb den Schwerpunkt der Kontrollen anpassen, um die Inzidenzwerte und die Infektionsgefahr zu senken.  

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