Fünf Neuinfektionen

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Oldenburg ist leicht gestiegen. SymbolFoto: Imago
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Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Oldenburg ist leicht gestiegen.

Wildeshausen – Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Oldenburg beträgt aktuell 113 bestätigte Fälle einer Covid-19-Erkrankung, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2 – Stand Dienstagabend. Das sind fünf mehr als am Montag. 23 Personen gelten bereits wieder als genesen, teilte der Kreis mit. Die 90 Erkrankten befinden sich genau wie 213 weitere Personen in häuslicher Isolation/Quarantäne.

Bei den 90 Erkrankten handelt sich um Patienten aus den Gemeinden Ganderkesee (7), Dötlingen (3), Hude (15), Hatten (5), Großenkneten (2) und Wardenburg (18) sowie der Stadt Wildeshausen (40). In der Samtgemeinde Harpstedt gibt es keine aktuell Erkrankten. Dort zählt die Statistik zwei Genesene. Weitere Genesene verteilen sich auf Wardenburg (10), Ganderkesee (5), Dötlingen (1) Wildeshausen (3) und Hude (2).

Stadt schaltet Hotline für Einkaufshilfe

Ab heute ist im Wildeshauser Stadthaus unter Telefon 04431/88555 eine Hilfehotline geschaltet, die montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr erreichbar ist. Jeder, der eine Einkaufshilfe benötigt, findet unter dieser Nummer Unterstützung. Außerhalb der genannten Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der am Folgetag abgehört wird. Damit unterstützt die Stadt die private Initiative „Wildeshausen hilft“, die sich auf Facebook gegründet hat. Inzwischen ist sie auf mehr als 1 000 Mitglieder angewachsen.

„Ziel der Gruppe ist es, Menschen während der Coronakrise zu helfen“, sagt der Gründer Holger Rinne. Er und seine Mitstreiter vermitteln die Hilfsgesuche, die über die Hotline eingehen, an Mitglieder von „Wildeshausen hilft“. Das Motto sei: „Bleibt zu Hause, wir helfen.“ Dazu gehöre nicht nur der Einkauf. „Wir besorgen auch Medikamente oder gehen mit dem Hund Gassi“, so Rinne.

„Eine ganz tolle Idee und eine großartige Hilfsbereitschaft“, wird Bürgermeister Jens Kuraschinski in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Ratsmitglied Matthias Kluck (SPD) hatte sich um den Kontakt zur Verwaltung gekümmert.

Mittlerweile hat die Gruppe ebenfalls eine Internetseite. Auf www.wildeshausen-hilft.de können sowohl Hilfsgesuche als auch Angebote hinterlassen werden. Die Wildeshauserin Ute Tuleweit hat die Homepage entwickelt. „Die Webseite erfüllt alle Anforderungen, die wir für unsere Aktion brauchen. Alles findet anonymisiert statt“, freut sich Rinne. Tuleweit habe das Angebot sogar noch erweitert und biete ein „Plaudertelefon“ an. Das sei besonders für Alleinstehende eine wichtige Ergänzung.

In Zeiten des Coronavirus geht es natürlich auch immer um die Gefahr der Infizierung mit dem Erreger. „Beim Ausliefern von Lebensmitteln achten wir besonders auf die Minimierung des Ansteckungsrisikos. Wir wollen Infektionsketten unterbrechen und nicht neue schaffen. Bei der Übergabe des Einkaufs soll der direkte Kontakt vermieden werden“, informiert Rinne. Der konkrete Ablauf werde vorher zwischen Kunde und Einkäufer telefonisch vereinbart. Ein Hilfeleistender solle nicht mehrere Adressen nacheinander abfahren.

Die Initiative wird nicht nur aus dem Stadthaus, sondern auch von der Wirtschaft unterstützt. Helmut Müller von Immobilien Müller hat für Besorgungen spontan seinen Firmenwagen angeboten. „Damit verfügen wir mit dem Fahrzeug der Stadt schon über zwei zusätzliche Autos“, sagt Rinne. Bei den Einkäufen werde in Absprache mit den Kunden besonders das örtliche Handwerk berücksichtigt. „Damit wollen wir die Bäcker und Fleischereien in unserer Stadt unterstützen, denen gerade die Laufkundschaft wegbricht.“

Wenig Verstöße gegen das Kontaktverbot

Damit die Verbreitung des Virus verlangsamt wird, gelten strikte Verbote. „Generell halten sich viele Bürger im öffentlichen Bereich an die Vorgaben der Landesregierung“, so Bürgermeister Kuraschinski. „Wir führen neben der Polizei im Wege der Amtshilfe diverse Kontrollen vor Ort durch, um insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass die erlassenen Allgemeinverfügungen beachtet werden. Im Ergebnis sind wir sehr zufrieden, und hierfür bedanken wir uns bei allen Mitbürgern für das entgegengebrachte Verständnis.“

Aber nicht jeder hält sich an die Vorgaben. „Leider kommt es im Einzelfall punktuell vor, dass Absperrungen oder Hinweisschilder an Spielplätzen zerstört werden, wie unsere regelmäßigen Kontrollen ergeben haben“, berichtet Fachbereichsleiter Ralf Wübbeler, der für die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Kreisstadt verantwortlich ist. „Alles in allem gab es in unserem Zuständigkeitsbereich aber sehr wenige Verstöße gegen die Anordnungen. Bisher reichte die direkte Ansprache vor Ort aus, damit die Vorgaben eingehalten werden.“

Auch die Polizei ist viel unterwegs. In einer Zusammenfassung des Wochenendes, die die Beamten am Montagabend verfasst haben, sind zwei Vorkommnisse aus Wildeshausen aufgelistet. Demnach haben die Ordnungshüter am Freitag gegen 22.30 Uhr am Lehmkuhlenweg eine Gruppe von vier Jugendlichen angetroffen. Diese lebten nicht in einem Haushalt und hielten darüber hinaus den Mindestabstand von 1,50 Metern nicht ein. Am Sonntag gegen 0.30 Uhr lösten die Polizisten eine Party in einer Privatwohnung an der Michaelstraße auf. „Dort feierten 16 Personen auf engstem Raum“, so die Mitteilung. Unverzüglich und konsequent seien die Beamten eingeschritten. In beiden Fällen laufen Ordnungswidrigkeitenverfahren.

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