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Corona erschwert den Betrieb: Öffnungszeiten im Krandelbad Wildeshausen verkürzt

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Von: Ove Bornholt

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Eingeschränkte Öffnungszeiten: Im Krandelbad sind viele Mitarbeiter mit Corona ausgefallen.
Eingeschränkte Öffnungszeiten: Im Krandelbad sind viele Mitarbeiter mit Corona ausgefallen. © bor

Weil viele Mitarbeiter in Quarantäne sind, sind die Öffnungszeiten im Krandelbad Wildeshausen verkürzt. Auch in der Wirtschaft bleibt manche Baustelle liegen.

Wildeshausen – Die Quarantänezeiten wegen Corona erschweren den Betrieb in den Unternehmen der Region. Das zeigte sich diese Woche ganz praktisch beim Wildeshauser Krandelbad. „Derzeit sind mehrere Kollegen des Bades gleichzeitig erkrankt. Das führt dazu, dass wir aktuell nur eine Schicht Aufsicht abbilden können, was in der Folge kurzfristig zu einem um vier Stunden täglich eingeschränkten Betrieb führt“, teilte Thomas Eilers, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

„Wir hoffen, dass es in der kommenden Woche wieder normal weiter geht und informieren entsprechend.“ Die aktuellen Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des Bads dargestellt.

In der Wirtschaft kann ebenfalls manches nicht so ablaufen wie geplant. „Natürlich bleiben Baustellen auch mal liegen“, sagt Helmut Rang, zweiter Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung und Chef eines Bauunternehmens aus Wildeshausen. „Wir bauen schlüsselfertig, und eine Firma ist hinter der anderen tätig“, beschreibt er die zeitlich eng getakteten Abläufe. Aber nicht jedes Unternehmen habe 20 Mitarbeiter und könne flexibel auf Ausfälle reagieren. „Manche sind auch zu siebt unterwegs“, gibt er zu bedenken. Da sei es dann schon problematisch, wenn zwei Leute in Quarantäne sind. Was die Firma Rang-Bau an sich angeht, „kompensieren wir die Ausfälle bisher“. Wenn von den sechs Bürokräften zwei krank seien, lasse sich das zumindest kurzfristig abfedern.

Immer mal wieder muss Rang die Kunden allerdings um Geduld bitten – mit Verweis auf die Umstände, die er schwerlich kontrollieren kann. „Mir ist kein Fall bekannt, in dem kein Verständnis gezeigt wurde“, lobt er den pragmatischen Umgang der Bauherren mit den aktuellen Problemen. „Es ist ja auch alles verständlich wegen der Lage.“

Wirtschaft begrüßt kürzere Quarantäne

Allerdings muss so mancher Mitarbeiter trotz negativem Test zu Hause bleiben, weil die Quarantäne noch nicht abgelaufen ist beziehungsweise die Sieben-Tage-Frist fürs Freitesten nicht erreicht ist. „Es gibt viele Fälle, wo Leute darauf gewartet haben, wieder loszulegen“, sagt Rang. „Es hilft ja keinem, wenn man länger zu Hause bleiben muss als notwendig.“ Insofern begrüße er die auf fünf Tage verkürzte Isolation, die ab Mai gelten soll.

Da liegt Rang auf einer Linie mit Ingo Hermes, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung und Chef des Handwerksbetriebes für Automatisierungs- und Gebäudetechnik Hermes-Systeme in Wildeshausen. „Vorausgesetzt, der Test ist negativ“, betont Hermes. Zurzeit würden immer mal wieder Mitarbeiter in seinem Betrieb fehlen, aber die Lage sei nicht dramatisch. Auf freiwilliger Basis sind die Mitarbeiter angehalten, sich zweimal pro Woche testen zu lassen.

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